International Campaign for Tibet Deutschland e.V.
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Aufruf: Ihre Stimme an Bundeskanzlerin Merkel
*Liebe FreundInnen und Freunde, *
* *
*die Situation in Tibet ist nach wie vor äußerst angespannt. In der
vergangenen Woche hat der Dalai Lama nochmals deutlich zum
Gewaltverzicht aufgerufen. Die chinesische Führung hat sein
Gesprächsangebot zurückgewiesen. Wir sind überzeugt: Peking wird seine
Politik nur ändern, wenn internationaler Druck ausgeübt wird.*
* *
*Es ist daher umso wichtiger, dass sich nun auch Bundeskanzlerin Merkel
direkt in den Konflikt einschaltet. ICT hat am heutigen Sonnabend
deshalb in der Süddeutschen Zeitung einen offenen Brief an Frau Merkel
veröffentlicht. Wir wollen, dass sich möglichst viele Deutsche diesem
Aufruf anschließen.*
* *
**Wir bitten Sie, nachfolgenden Brieftext, der dem Inhalt des offenen
Briefes entspricht, so schnell wie möglich an Frau Merkel zu senden.
Ihre Stimme zählt. Vielen Dank! Bitte senden Sie den Aufruf auch an
Freunde und Bekannte weiter.**
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*Kai Müller
Geschäftsführer*
* *
**----------**
* *
**Bundeskanzleramt
Bundeskanzlerin Angela Merkel
Willy-Brandt-Straße 1
10557 Berlin* *
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**Sehr geehrte Frau Bundeskanzlerin Merkel!**
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*Die Tibeterinnen und Tibeter brauchen dringend die Hilfe aller
Deutschen. Deshalb bitten wir Sie, als Vertreterin des deutschen Volkes:
Nutzen Sie Ihren Einfluss, um den Tibetern in Tibet zu helfen. *
* *
*Diese Menschen sind seit über 50 Jahren Opfer von Unterdrückung. Schon
seit zwei Generationen – seit dem Einmarsch der chinesischen Armee in
Tibet im Jahr 1950 –haben sich die Tibeter gegen die chinesische
Übermacht aufgelehnt, um ihr Recht, als Tibeter in der eigenen Heimat
selbstbestimmt leben zu können, einzufordern. *
* *
*Wie Sie wissen, hatten die Machthaber in Peking darauf immer nur eine
Antwort: Gewalt. *
* *
*Auch das tibetische Volk hat Anspruch auf allgemein anerkannte
Menschenrechte und auf Selbstbestimmung. Es wird immer deutlicher: Nur
noch mit ausländischer Hilfe können die Tibeter diese Rechte wahrnehmen. *
* *
*Deshalb bitten wir Sie, Frau Merkel, helfen Sie den Tibeterinnen und
Tibetern! *
* *
**1. Treten Sie in direkten Kontakt mit dem chinesischen Präsidenten Hu
Jintao und vermitteln Sie ihm, dass die jahrzehntelange
Unterdrückungspolitik in Tibet der Grund für die ständigen Unruhen auf
dem Dach der Welt ist. Fordern Sie ihn auf, endlich und auf gleicher
Augenhöhe einen substanziellen Dialog mit dem Dalai Lama über die
Zukunft Tibets zu führen.**
* *
**2. Setzen Sie sich für eine Untersuchung der gewaltsamen Ereignisse in
Tibet zum Beispiel unter Führung der Vereinten Nationen ein. Verlangen
Sie, dass ausländische Journalisten frei aus Tibet berichten können.**
* *
**3. Verlangen Sie von Präsident Hu Jintao, alle Tibeter, die allein
aufgrund ihrer friedlichen Meinungsäußerung inhaftiert wurden,
freizulassen. Alle anderen haben Anspruch auf ein faires
Gerichtsverfahren. Auf keinen Fall dürfen Folter oder Misshandlung
angewandt werden. Wirken Sie auch auf die chinesische Führung ein, bei
friedlichen Protesten von Tibetern keine Gewalt anzuwenden. **
* *
**4. Fordern Sie Präsident Hu Jintao und das Internationale Olympische
Komitee auf, die olympische Fackel nicht durch Tibet tragen zu lassen
und damit das Himalajaland als PR-Kulisse für die Olympischen Spiele zu
nutzen. Dies könnte zu einer Verschärfung der Lage in Tibet und zu
weiteren Unruhen führen. **
* *
**5. Nehmen Sie nicht an der Eröffnungszeremonie der Olympischen Spiele
in Peking teil, um damit Ihre Sorge über die Menschenrechtslage und das
Vorgehen der Behörden in Tibet auszudrücken. Rufen Sie insbesondere Ihre
Kollegen in Bundesregierung und Bundestag dazu auf, ebenfalls nicht an
der Eröffnungszeremonie der Spiele teilzunehmen.**
* *
*Sehr geehrte Frau Merkel, Sie haben den Dalai Lama zweimal getroffen
und wissen, dass er ein Botschafter des Friedens ist. So hat er in den
vergangenen Tagen nochmals ausdrücklich zum Gewaltverzicht auf beiden
Seiten aufgerufen. Stärken Sie ihm und seinen Landsleuten den Rücken in
dieser schwierigen Zeit!*
* *
*Wir danken Ihnen für Ihr Mitgefühl mit den Tibeterinnen und Tibetern.*
* *
*Hochachtungsvoll*
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