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Werkstatt
Frieden & Solidarität
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Tel.
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EU-Reformvertrag/Volksabstimmung/Menschenkette
Mehr
als 5.000 bildeten eine Menschenkette zur Durchsetzung einer
Volksabstimmung
Mahnwache
am Tag der geplanten Ratifizierung, Mittwoch 9. April, 8 Uhr vor dem
Parlament
Menschenkette am 5. April 2008 in Wien: Es gibt eine breite
demokratische, solidarische und antimilitaristische Bewegung gegen
den EU-„Reformvertrag“ in Österreich.
Werkstatt Frieden&Solidarität ruft zu Mahnwache am
Mittwoch, 9. April 2008, vor dem Parlament auf.
„Es gibt eine breite demokratische, solidarische und
antimilitaristische Bewegung gegen den EU-„Reformvertrag“
in Österreich. Sämtliche Versuche des Establishments die
Forderung nach Volksabstimmung im FPÖ-Eck zu entsorgen, sind
gescheitert.“ Das ist die Bilanz von Boris Lechthaler,
Vorsitzender der Werkstatt Frieden&Solidarität, über
den Samstag, 5. April 2008 in Wien. Mehr als 5.000 Menschen bildeten
eine Menschenkette um das Parlament und brachten damit zum Ausdruck,
daß der EU-Vertrag von Lissabon ohne Volksabstimmung nicht
in ihrem Namen im Parlament beschlossen wird. „Das
Recht, das auf Grundlage
dieser Verträge gesetzt wird ist nicht unser Recht und wir
werden uns diesem Recht nicht freiwillig fügen.“
60 Organisationen und Initiativen der Plattform „Volxabstimmung“
haben zum gemeinsamen Zug durch die Mariahilferstraße und zur
Menschenkette aufgerufen. Diese Breite der Bewegung fand vielfältigen
Ausdruck und wurde bei der Abschlußkundgebung nochmals
unterstrichen. Eröffnet wurde die
Kundgebung von Freda Meißner-Blau. Ihr folgten Nina Gunic,
Gewerkschaftsaktivistin bei den ÖBB, die Schriftstellerin
Marlene Streruwitz, der Redakteur der „guernica“, Gerald
Oberansmayr, die Präsidentin von Attac Frankreich, Aurelie
Trouvé, der Publizist Christian Felber, der Ottensheimer
Gemeinderat und Aktivist der Werkstatt Frieden &
Solidarität Rudi Schober, der auch eine Grußbotschaft
von LH-Stv Erich Haider aus OÖ mitbrachte. Ihm folgte der
Künstler Hubsi Kramar. Loni Ackermann, Attac Deutschland, und
Diana Michl, European Referendum Campaign, unterstrichen die
motivierende Ausstrahlung, die die Bewegung in Österreich auf
die europaweite Debatte zum EU-„Reform“vertrag hat, vor
allem auch auf die Bewegung in Irland, indem im Juni ein Referendum
stattfinden wird. Zum Abschluß wurde die von Günther Hager
zum Widerstandslied umgeschriebene „Ode an die Freude“
gesungen. Die notwendige Technik wurde von den Wiener Grünen
kostenlos zur Verfügung gestellt. Auf den Plan, dieses Lied als
offizielle EU-Hymne zu beschlagnahmen, mußte das Establishment
ja verzichten. Die große Breite bei der Protesaktion war
naturgemäß auch von unterschiedlichen Sichtweisen in
einzelnen Aspekten der gesellschaftlichen Auseinandersetzung geprägt
und damit auch einzelnen Konflikten. Werner Unterstab, Werkstatt
Aktivist und Ordner berichtete: „Trotz
ein paar sehr heftiger Debatten im Publikum gab es keine tätlichen
Auseinandersetzungen. Konflikte müssen ausgesprochen und nicht
weggedrängt werden.“
Moderiert wurde die
Abschlusskundgebung von Ingrid Peternell, Verlegerin, und Boris
Lechthaler.
„Seit dem Beitritt Österreichs
zur EU 1995 sind viele der Befürchtungen der Beitrittsskeptiker
von der Realität eingeholt worden. Reallöhne und
Sozialleistungen sinken, Aufrüstung und Entdemokratisierung
werden vorangetrieben. Trotzdem wurde die Kritik an der
EU-Integration immer leiser, vom Establishment erfolgreich ins FPÖ-
Eck getrieben. Diese Entwicklung wurde mit dem heutigen Tag beendet.
Am 7. Mai 2005 bildeten wir mit 1.000 Menschen eine Menschenkette zur
Durchsetzung einer Volksabstimmung über den
EU-Verfassungsvertrag, heute sind wir mehr als 5.000. Übermorgen
werden wir noch mehr sein. Das Establishment kann wohl mit seiner
Abstimmungsmaschinerie die Beschlussfassung durchziehen, unsere
Herzen und Hirne haben sie aber verloren. Wir werden solange
wiederkommen, bis der Respekt vor dem Willen und der Haltung der
Mehrheit der Menschen wieder Eingang gefunden hat in dieses Haus“,
so Lechthaler im Anschluss an die Veranstaltung.
„Die Werkstatt hat in Wien mit
ihren Aktionen wesentlich zur Mobilisierung für den 5. April
beigetragen. Für uns ist die Auseinandersetzung noch nicht
beendet. Die Abstimmung im Nationalrat ist am Mittwoch, 9. April
geplant. Wir rufen deshalb für Mittwoch nochmals zu einer
Mahnwache vor dem Parlament auf. Ein Drittel der Abgeordneten kann
eine Volksabstimmung erzwingen. Kein Parlamentarier soll behaupten,
er hätte von der ernsthaften Kritik an diesem EU-Vertrag nichts
gehört. Kein Parlamentarier soll sich hinter dem Klubzwang
verstecken. Mit dieser Mahnwache wollen wir nochmals alle
Abgeordneten an ihre persönliche Verantwortung erinnern.“
Elke Renner, Werkstatt Frieden&Solidarität, ruft zu einer
weiteren Mahnwache am Mittwoch, 9.
April 2008, 8.00 Uhr vor dem Parlament auf.
Denn mit einer Ratifizierung ohne Volksabstimmung wird Unrecht
geschaffen.
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Videos von der Menschenkette am 5. April
2008 auf www.werkstatt.or.at
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Offener
Brief
an die Nationalratsabgeordneten "Für
eine Volksabstimmung über den EU-Reformvertrag"
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