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Leere Mägen, volle Kassen: zur aktuellen Ernährungskrise
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news.omega  
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 More options Jun 23 2008, 1:51 pm
From: "news.omega" <news.om...@googlemail.com>
Date: Mon, 23 Jun 2008 13:51:42 +0200
Local: Mon, Jun 23 2008 1:51 pm
Subject: Leere Mägen, volle Kassen: zur aktuellen Ernährungskrise
Zu den Hintergründen der gegenwärtigen Ernährungskrise finden Sie anbei
einen Vorabdruck aus "Stichwort BAYER 2/2008".

"Stichwort BAYER" kann nur mit Hilfe bezahlter Abos fortbestehen. Ein
Abonnement können sie online einrichten unter www.cbgnetwork.de/887.html
   Kostenloses Probeheft anfordern unter CBGnetw...@aol.com

Leere Mägen, volle Kassen

Im Frühjahr brach eine Ernährungskrise aus. Die Preise für
Grundnahrungsmittel stiegen exorbitant, in zahlreichen Ländern kam es zu
Brotrevolten, auf Haiti stürzte darüber sogar die Regierung. Aus der
Perspektive des zweitgrößten Agro-Riesen der Welt stellt sich die Lage
freilich ein wenig anders dar. "Insgesamt profitierte das
Pflanzenschutzgeschäft von den positiven Rahmenbedingungen auf den
Weltagrarmärkten", vermeldete BAYER-Chef Werner Wenning auf der
Jahreshauptversammlung des Konzerns am 25. April. Sorge um das tägliche
Brot auf der einen Seite, profitable Rahmenbedingungen auf der anderen
Seite - der Kapitalismus macht's möglich.

"Wir haben Hunger" und "Das Leben ist zu teuer, ihr bringt uns um" -
unter diesen Rufen zogen Anfang April 1.500 Frauen aus den
Armenquartieren Abidjans, der ehemaligen Hauptstadt der Elfenbeinküste,
zur Residenz des Präsidenten Laurent Gbagbo. Zu ähnlichen Brotrevolten
kam es in Ägypten, Burkina Faso, Bangladesh, Pakistan, Thailand,
Honduras, Indonesien, Kamerun, Marokko, Mexiko und im Jemen. Auf Haiti
stürzte darüber sogar der Premierminister Jacques-Édouard Alexis. "Wenn
die Regierung die Lebenshaltungskosten nicht senken kann, muss sie eben
gehen. Wenn die Polizei und die UN-Truppen auf uns schießen wollen,
macht das auch nichts, denn wenn wir nicht von den Kugeln getötet
werden, verhungern wir", mit diesen Worten brachte ein Demonstrant in
Port-au-Prince den Mut der Verzweiflung zum Ausdruck, der ihn auf die
Straße getrieben hatte.

Hunger global

Innerhalb einer Woche hatten sich auf der Karibik-Insel die Preise für
Reis verdoppelt. So war das Grundnahrungsmittel für Tausende Menschen
unerschwinglich geworden, sie mussten sich aus Lehm, Wasser,  Öl und
Salz kleine Kuchen backen, um zu überleben. In Thailand kostete die
Tonne Reis, die 2003 noch für 198 Dollar zu haben war und im letzten
Jahr für 323, plötzlich 1.000 Dollar. Bei Molkereiprodukten, Weizen und
anderen Getreidearten sah es auf den Weltmärkten nicht besser aus. Nach
Angaben der Weltbank stieg der Preis für Weizen binnen der letzten drei
Jahre um 181 Prozent. Die Kosten für Lebensmittel insgesamt erhöhten
sich um 83 Prozent. Und sinken dürften sie allzu bald auch nicht wieder.
Die Welternährungsorganisation FAO erwartet bis 2017 Teuerungsraten von
zehn bis fünfzig Prozent, und die Ökonomen sprechen bereits vom Phänomen
der "Agflation".

"Das Ungeheuer, das die politische Bühne betreten hat", wie
Finanzminister Peer Steinbrück es ausdrückte, wird also so schnell nicht
wieder abtreten. Das Monster hat seine Karriere auch nicht erst in
diesem Jahr begonnen. Schon 1972/73, 1979/80, 1984, 1988, 1989, 1990 und
1995/96 hatte es in vielen Ländern für Angst und Schrecken gesorgt. Es
brauchte jeweils nicht viel, um das Biest hervorzulocken, denn das
Horrorszenario, das sich mit der in den 70er Jahren einsetzenden
Globalisierung der Agrarmärkte eröffnete, bot immer wieder reichlich Stoff.

Seither kommen 80 Prozent des Weizens und 85 Prozent des Reises aus
gerade einmal sechs Ländern, drei Staaten produzieren 70 Prozent des
Korns. Das Mittel, mit dem die Weltbank und der Internationale
Währungsfonds (IWF) Südamerika, Afrika und Asien zu Beginn der achtziger
Jahre komplett diesem Weltmarkt auslieferten, hieß
"Strukturanpassungsprogramm". Die Finanzinstitutionen vergaben ihre
Kredite nur noch unter der Maßgabe, die billigen, weil hoch
subventionierten Ackerfrüchte aus dem Norden zu Minimalzöllen die
Grenzen überschreiten zu lassen. In der Folge gaben viele
KleinfarmerInnen ihre Höfe auf und zogen in die Elendsgürtel der großen
Städte. Sie machten dann Platz für die export-orientierten
Agroindustrien einiger Großgrundbesitzer, die keine
Nahrungsmittelgrundstoffe, sondern vernehmlich Mais und Soja für die
Massentierhaltung herstellten. Immer weniger Menschen hatten so die
Möglichkeit zur Selbstversorgung. Die von der Weltbank im Rahmen der
Implementierung des Neoliberalismus eingeforderte Kürzung der
Subventionen für Lebensmittel tat ein Übriges, um den Kampf ums täglich
Brot schwieriger und schwieriger zu gestalten.

Und wenn die Kurse auf Getreidebörsen in den USA dann einmal nach oben
ausschlugen und die Nahrungsmittelimporte sich verteuerten, geriet
dieser zu einem schier unmöglichen Unterfangen. Als "einen ökonomischen
Totalitarismus, der nicht mit Kugeln, sondern mit Hunger tötet",
bezeichnete der von 1989 bis 1993 als Präsident Venezuelas amtierende
Carlos Andrés Péres deshalb diese Politik des IWF.

Länder, die sich diesem Regime nicht beugten wie etwa Mali, konnten die
Auswirkungen der jüngsten Ernährungskrise eindämmen. Die LandwirtInnen
sahen wegen des Preisverfalls für Baumwolle davon ab, weiterhin
Grundstoffe für die globale Textilindustrie herzustellen und pflanzten
stattdessen rote Hirse und Mais an. Zusammen mit dem von der Regierung
vorangetriebenen Reis-Anbau sicherte das einigermaßen die Versorgung der
Bevölkerung mit dem Lebensnotwendigsten. In anderen Staaten hingegen
wütete das Ungeheuer ungebändigt, dieses Mal genährt vom hohen Ölpreis,
Missernten infolge des Klimawandels, Chinas gesteigertem Appetit auf
Fleisch, Finanzspekulationen auf eine noch größere Knappheit und dem
Agrosprit-Boom, der immer weniger Anbaufläche für
Nahrungsmittelgrundstoffe übrig lässt.

Krisengewinnler BAYER

BAYER gruselt dabei als Global Player des Agrobusiness kräftig mit. Die
Chemikalien, die der Multi für die Landwirtschaftsindustrie mit ihren
cash crops herstellt, basieren nämlich auf dem Grundstoff Öl und haben
so einen Anteil am Preisanstieg für landwirtschaftliche Produkte. Zum
Klimawandel steuert der Konzern jährlich ein Scherflein von 8,3
Millionen Tonnen Kohlendioxid bei (4,4 Mio. aus eigener Produktion
zuzüglich 3,9 Mio. aus derjenigen seiner Energie-Lieferanten) und den
Flächenfraß durch den Agrosprit-Boom treibt er direkt mit seinem
Jatropha-Pflanzen-Projekt in Tateinheit mit Daimler und indirekt durch
sein maßgeschneidertes, besonders viel Tankfüllung produzierendes
Saatgut an.

Dementsprechend treiben einem die Verlautbarungen des Leverkusener
Multis zu seiner Geschäftstätigkeit Schauer über den Rücken. "Wir
konnten an der positiven Entwicklung der Welt-Agrarmärkte
partizipieren", vermeldete der "1. Quartalsbericht 2008". Und auf der
letzten Hauptversammlung in den Kölner Messehallen erklärte BAYERs
Vorstandsvorsitzender Werner Wenning seinen AktionärInnen genauer, warum
der Hunger infolge der verteuerten Lebensmittel so profitabel für das
Unternehmen ist. "Die Landwirte können höhere Preise für ihre
Erzeugnisse, also für Nahrungsmittel, Futter und Pflanzen als
alternative Energiequellen, erzielen. Das ermöglicht es ihnen, stärker
in innovative Pflanzenschutzprodukte - und auch höherwertiges Saatgut -
zu investieren". Und BAYER-CROPSCIENCE-Chef Friedrich Berschauer freut
sich ebenfalls über die "Knappheitspreise", die endlich wieder eine
freie Marktpreis-Bildung ohne Quoten, Subventionen und Interventionen
ermöglichten und sich nur an den internationalen Rohstoffbörsen
orientierten - für ihn eine "stille Agrarrevolution".

Im letzten Geschäftsbericht hat diese schon ihre Spuren hinterlassen.
"In Südamerika entwickelten sich unsere neuen Produkte CropStar in Mais
und Atento in Sojabohnen sehr erfreulich", hieß es dort. Auf den Feldern
selber hält derzeit noch MONSANTO mit seinen Gentech-Pflanzen die
Monopolstellung. Aber der Leverkusener Multi verbessert seine
Marktposition kontinuierlich, da sich die Monokulturen mit den
Hochertragssorten des US-amerikanischen Konkurrenten anfällig zeigen.
Die Unkräuter haben sich nämlich mittlerweile an den Wirkstoff
Glyphosate, gegen den Mais und Soja made by MONSANTO resistent sind,
gewöhnt und trotzen der chemischen Keule. Deshalb sah sich MONSANTO zu
einem Deal mit BAYER gezwungen: Die Firma erwarb eine Lizenz für die
Liberty-Link-Technologie des bundesdeutschen Agroriesen und hofft nun,
die Wildgräser mit einem Liberty/Glyphosate-Doppelpack am "unerlaubten"
Wachstum zu hindern.

Die Kooperation mit MONSANTO bietet für BAYER CROPSCIENCE die Chance
einer stärkeren Penetration des LibertyLink-Systems in Mais und Soja und
eröffnet uns gleichzeitig ein erhebliches Potenzial an Lizenzeinnahmen
und Umsatzbeiträgen aus dem Absatz unseres Totalherbizids Liberty",
konstatiert Berschauer. Mit den Unternehmen MERTEC und M.S. TECHNOLOGIES
entwickelt der Global Player nach dem selben Prinzip eine
multi-resistente Soja-Pflanze. Damit der Konzern nun aber nicht alle
Einkünfte aus den Geschäften rund um die cash crops teilen muss, plant
er auch eine eigene Liberty-Link-Sojalinie.

Agro-Sprit

Besonders der Agro-Sprit sorgt für BAYER-Profit. "Vom starken Ausbau der
Maisanbauflächen in den USA im Zuge des Biokraftstoff-Booms profitieren
wir durch unser Saatgutbehandlungsmittel Poncho", führte der
BAYER-CROPSCIENCE-Chef auf der Jahrespressekonferenz der
Landwirtschaftssparte aus. Aber nicht nur der Absatz des Bienenkillers
und derjenige anderer Pestizide erhöhte sich durch die
Treibstoff-Pflanzen. Auch der Umsatz mit dem genmanipulierten
Raps-Saatgut Invigor, das hybrid ist und sich deshalb nicht für eine
Wiederaussaat eignet, stieg. Der Leverkusener Multi hat den
Biosprit-Baronen sogar schon genau ausgerechnet, welche
Wettbewerbsvorteile ihnen der BAYER-Raps bietet. "So lassen sich mit
Hilfe von Invigor rund 190 Liter mehr Biodiesel pro Hektar herstellen
als aus normalem Hybridsaatgut", verspricht Berschauer. Er hat sogar
schon die Marktforschung bemüht, um genau zu eruieren, wieviel Geld das
neue Marktsegment in die Kassen spülen wird. "Bis zum Jahr 2015 sehen
wir hier ein Marktvolumen von mehr als vier Milliarden Euro", sagte
Berschauer auf der Bilanz-Pressekonferenz.

Dabei sind dem Multi die Nebenwirkungen des Agrosprit-Booms nicht ganz
entgangen. "Natürlich sehen wir auch den drohenden Konflikt zwischen dem
Anbau von Nahrungsmitteln und von Pflanzen für Biokraftstoffe", räumte
Wenning in Köln ein. Aber BAYER hat da einen Vorschlag zur Güte: die
Jatropha-Pflanze. Sehr öl-haltig und anspruchslos auch auf so genannten
Grenzertragsböden gedeihend, hält der Agro-Riese dieses Gewächs für
geeignet, die Flächenkonkurrenz nicht weiter zu befeuern. Dafür befeuert
BAYER sogar die Konkurrenz im eigenen Hause. Versuchte Berschauer auf
der Jahrespressekonferenz noch, das Rapssaatgut Invigor als ergiebige
Ölquelle zu verkaufen, so kritisierte sein Pressesprecher Utz Klages die
Degradierung einer so hochwertigen Nahrungspflanze zur Tankfüllung, um
den Segen von Jatropha zu preisen.

Der Wirklichkeit halten seine Reden allerdings nicht stand. In Indien
beispielsweise wächst Jatropha nicht auf Ackerbrachen, sondern auf
Gemeinschaftsland, auf dem die Menschen Früchte, Nüsse, Medizinal- und
Futterpflanzen anbauen.

BAYERs weitere Vorschläge zur Bewältigung der Hungerkatastrophe erweisen
sich als ebenso wenig hilfreich. So falsch wie die Diagnose -
Überbevölkerung nannte Werner Wenning auf der Hauptversammlung als Grund
- ist die Therapie, welche die Manager vorschlagen.

Direktzahlungen an die Bedürftigten" empfiehlt Berschauer und setzt wie
sein Chef Wenning auf noch ertragreichere und widerstandsfähigere Sorten
sowie noch wirksamere Pestizide. Zudem hoffen die beiden, dass ihr
ungeliebtes Kind als Krisengewinnler aus dem Nahrungsmittel-GAU
hervorgeht. "Vor den Chancen der Gentechnik dürfen wir in Europa nicht
weiter die Augen verschließen", forderte der oberste CROPSCIENCEler in
einem Interview mit der Welt. Alles soll also weiter seinen
kapitalistischen Gang gehen, nur noch ein bisschen schneller, wenn's geht.

Farmer-Protest

Darum sehen die Betroffenen BAYER auch nicht als Teil der Lösung,
sondern als Teil des Problems. So initiierte VIA CAMPESINA, die
internationale Organisation der KleinfarmerInnen, am 17. April in
Argentinien eine Kundgebung für Nahrungsmittelsouveränität und eine
indigene Landwirtschaft und gegen das globale Agro-Business. Die
LandwirtInnen protestierten gegen den immer raumgreifenderen Anbau von
Soja, der zu einer Vertreibung der Kleinbauern und -bäuerinnen sowie zur
Zerstörung riesiger Waldgebiete führt, Nahrungsmittel zu einer teuren
Mangelware macht und die Gesundheit ihrer Kinder durch den massiven
Einsatz von Pestiziden zerstört. Deshalb endet ihr Aufruf mit den
Worten: "Die FarmerInnen werden ihren Kampf gegen dieses Modell, seine
politischen Gewährsleute und Multis wie CARGILL, SYNGENTA, MONSANTO und
BAYER fortsetzen".

Und VIA CAMPENSINA tat das auch vor Ort in Leverkusen. Die Vereinigung
beteiligte sich an der Demonstration, die am 17. Mai im Rahmen der
Gegenaktivitäten zum Bonner Biodiversitätskonferenz am Stammsitz von
BAYER stattfand. "Agrarreformen" und "Nahrungssouveränität" forderten
die InderInnen, ArgentinierInnen und MexikanerInnen auf ihren
Transparenten ein, und der VIA-CAMPENSINA-Sprecher José Oviedo
konfrontierte den Konzern in seinem Kundgebungsrede konkret mit den
verheerenden Auswirkungen seiner Geschäftspolitik in den Ländern des Südens.

Beistand bekam VIA CAMPENSINA vom jüngsten Bericht des 2002 von der
Welternährungsorganisation FAO und der Weltbank gegründeten
Weltagrarrats. In der Pressemitteilung zur Vorstellung des Rapportes, an
dem 400 ExpertInnen von Universitäten, Nichtregierungsorganisationen und
Unternehmen mitwirkten, lautet gleich der erste Satz: "Die Art und
Weise, wie die Welt ihre Nahrung produziert, muss sich radikal ändern,
um den Bedürfnissen der Armen und Hungernden gerechter zu werden, wenn
sie sich den Herausforderungen "Bevölkerungswachstum" und "Klimawandel"
stellen will, ohne soziale Verwerfungen und einen Umweltkollaps zu
riskieren." Ein "Business as usual" kann für die AutorInnen nicht länger
eine Option sein, zu viele Flurschäden hat der agroindustrielle Komplex
verursacht: unfruchtbarere Böden und Schäden für Mensch, Tier und Umwelt
infolge der Überdosis Chemie, eine Zunahme der Pflanzenkrankheiten durch
die intensive Landwirtschaft und einen Ausschluss kleinerer Betriebe vom
Weltmarkt.

Aber die Agrarwende, wie der Bericht sie fordert, findet auf jeden Fall
ohne den Leverkusener Multi statt. Er hat ebenso wie MONSANTO seine
WissenschaftlerInnen kurz vor der Fertigstellung der Expertise abberufen
und nach Hause beordert. Auf die Umsätze, welche die politische Ökonomie
des Hungers dem Konzern beschert, mögen die BAYER-Manager nicht verzichten.

Von Jan Pehrke

"Stichwort BAYER" wird herausgegeben von der Coordination gegen
BAYER-Gefahren

http://www.CBGnetwork.org
Tel 0211-333 911, Fax 0211-333 940

Beirat

Prof. Dr. Jürgen Rochlitz, Chemiker, ehem. MdB, Burgwald

Dr. Sigrid Müller, Pharmakologin, Bremen

Prof. Dr. Anton Schneider, Baubiologe, Neubeuern

Prof. Jürgen Junginger, Designer, Krefeld

Dr. Erika Abczynski, Kinderärztin, Dormagen

Eva Bulling-Schröter, MdB, Berlin

Dr. Janis Schmelzer, Historiker, Berlin

Wolfram Esche, Rechtsanwalt, Köln

Dorothee Sölle,Theologin, Hamburg (gest. 2003)


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