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Die Firma SoftMaker bietet eine "MegaFont Euro Edition" mit 5000 Schriften für 99 Mark an (Windows/OS2, alle Schriften Truetype und PS 1). Hat jemand Erfahrungen mit dieser Schriftensammlung?
Ich suche eigentlich nicht 5000 Schriften, sondern nur einige gut lesbare in guter Qualität -- Sabon, Bembo, Gill, Frutiger, Rockwell, TheSerif usw. Wäre ich mit der MegaFont-CD gut bedient, oder ist die CD voll von seltsamen Schmuckschriften für Irre?
Dirk Bindmann <wal...@t-online.de> wrote: > Ich suche eigentlich nicht 5000 Schriften, sondern nur einige gut > lesbare in guter Qualität -- Sabon, Bembo, Gill, Frutiger, > Rockwell, TheSerif usw.
Die originalen Fonts sind selbstverständlich nicht auf der CD - einer kostet normalerweise mehr als die gesamte "MegaFont"-CD... Wenn Du mit den Clones leben kannst ("Bemtus", "Giltus", "Frutus"...)? Einige der Fonts sind auch recht hochwertig, besonders die von URW.
> Wäre ich mit der MegaFont-CD gut bedient, > oder ist die CD voll von seltsamen Schmuckschriften für Irre?
Nein, für viele Zwecke sind die Fonts gut geeignet. Insbesondere sind bei vielen auch echte Kapitälchen etc. dabei. Als Brotschrift für ein Buch beispielsweise würde ich aber auf die originalen Fonts der großen Hersteller zurückgreifen, die sind qualitativ noch einen Tick besser.
> Wenn Du mit den Clones leben kannst ("Bemtus", "Giltus", "Frutus"...)?
Nennen wir das Kind beim Namen: es sind Kopien (oder auch Plagiate), die so knapp wie möglich am Urheberrecht vorbeischrammen.
Für alle, die davon leben, dass sie Gestaltungsleistungen in Rechnung stellen, und natürlich auch nicht wollen, dass diese Leistungen einfach kopiert werden, sind "Clones" eigentlich nicht akzeptabel.
> > Ich suche eigentlich nicht 5000 Schriften, sondern nur einige gut > > lesbare in guter Qualität -- Sabon, Bembo, Gill, Frutiger, > > Rockwell, TheSerif usw.
> Die originalen Fonts sind selbstverständlich nicht auf der CD - einer > kostet normalerweise mehr als die gesamte "MegaFont"-CD... > Wenn Du mit den Clones leben kannst ("Bemtus", "Giltus", "Frutus"...)? > Einige der Fonts sind auch recht hochwertig, besonders die von URW.
Wie kann ich denn die richtigen Klone herausfinden? Muss ich die Schriften mit ähnlichen Namen suchen und dann das Aussehen vergleichen? Oder sind auf der CD auch die Original-Namen angegeben?
Vielleicht wäre auch Sean Cavanaughs "Insiderbuch TypeDesign" mit der beiliegenden Schriften-CD eine Alternative. Auf dieser CD sind zwar nicht so viele Schriften enthalten, aber die einzelnen Schriften werden im Buch erklärt -- unter Angabe des Original- und Klon-Namens.
Ich habe das Buch nur einmal durchgeblättert, aber vielleicht hat jemand ja beide CDs und kann hier eine Empfehlung posten.
> > Wenn Du mit den Clones leben kannst ("Bemtus", "Giltus", "Frutus"...)?
> Nennen wir das Kind beim Namen: es sind Kopien (oder auch Plagiate), die > so knapp wie möglich am Urheberrecht vorbeischrammen.
> Für alle, die davon leben, dass sie Gestaltungsleistungen in Rechnung > stellen, und natürlich auch nicht wollen, dass diese Leistungen einfach > kopiert werden, sind "Clones" eigentlich nicht akzeptabel.
Das sehe ich ein. Ich möchte mit den Schriften aber kein Geld verdienen. Ich habe im Rahmen einer gestalterischen Ausbildung auch das Fach Typografie und möchte die Schriften zu Übungszwecken benutzen. Theoretisch weiß ich bereits recht viel über Schrift, mir fehlt aber die praktische Erfahrung, abgesehen von meiner Erfahrung als Leser. Deshalb dachte ich, es wäre gut, wenn ich einige gebräuchliche Schriften auf dem Rechner hätte. Ich könnte dann vergleichen, wie lesbar sie in verschiedenen Schriftgrößen sind, auf verschiedenen Papieren, am Bildschirm, gefaxt usw.
Für diese Experimente möchte ich allerdings nicht mehrere tausend Mark ausgeben, um mir eine Schriften-CD von Linotype zu kaufen.
> Schwieriges Thema.
Wie verhält es sich eigentlich mit älteren Schriften? Das Urheberrecht gilt nur bis 70 Jahre nach dem Tod des Autors. Walbaum, Bodoni, Baskerville und Co. sind schon viel länger tot. Ich gehe davon aus, dass jeder ihre Schriften nachschneiden kann. Neue Rechte könnten nur für den jeweiligen Nachschnitt erworben werden.
> Die Firma SoftMaker bietet eine "MegaFont Euro Edition" mit 5000 > Schriften für 99 Mark an (Windows/OS2, alle Schriften Truetype > und PS 1). Hat jemand Erfahrungen mit dieser Schriftensammlung?
> Ich suche eigentlich nicht 5000 Schriften, sondern nur einige gut > lesbare in guter Qualität -- Sabon, Bembo, Gill, Frutiger, > Rockwell, TheSerif usw. Wäre ich mit der MegaFont-CD gut bedient, > oder ist die CD voll von seltsamen Schmuckschriften für Irre?
> Danke > Dirk
Ein paar Schmuckschriften für Irre sind auch dabei, die Mehrzahl der Schriften sind aber Textschriften von hoher Qualität. Sie können sich unter http://www.freefont.de die MegaFont Starter Edition kostenlos downloaden, die 50 vollwertige Schriften sowie Abbildungen aller Schriften der MegaFont Euro Edition enthält.
Auf http://www.freefont.de gibt's übrigens auch jeden Monat eine neue kostenlose Schrift mit Eurozeichen zum kostenlosen Download.
> > Ich suche eigentlich nicht 5000 Schriften, sondern nur einige gut > > lesbare in guter Qualität -- Sabon, Bembo, Gill, Frutiger, > > Rockwell, TheSerif usw.
> Die originalen Fonts sind selbstverständlich nicht auf der CD - einer > kostet normalerweise mehr als die gesamte "MegaFont"-CD... > Wenn Du mit den Clones leben kannst ("Bemtus", "Giltus", "Frutus"...)? > Einige der Fonts sind auch recht hochwertig, besonders die von URW.
Es sind jede Menge originaler Fonts auf der CD, etwa Accolade, Raleigh, Leamington, Lingwood, Seagull, Barbedor, URW Palladio, URW Latino etc. etc.
Auch in den Fällen, in denen mit einem Schriftenhersteller keine Vereinbarung über die Nutzung von Schrift_namen_ erzielt werden konnte, handelt es sich um keine Clones, sondern meist um die Originaldaten, die URW für diese Hersteller in den 70er und 80er Jahren digitalisiert hat. Auf diese Daten erhebt URW ein eigenes Urheberrecht.
> > Wenn Du mit den Clones leben kannst ("Bemtus", "Giltus", "Frutus"...)?
> Nennen wir das Kind beim Namen: es sind Kopien (oder auch Plagiate), die > so knapp wie möglich am Urheberrecht vorbeischrammen.
> Für alle, die davon leben, dass sie Gestaltungsleistungen in Rechnung > stellen, und natürlich auch nicht wollen, dass diese Leistungen einfach > kopiert werden, sind "Clones" eigentlich nicht akzeptabel.
> Schwieriges Thema.
Mit der Aussage "Schwieriges Thema" stimme ich überein, mit dem Rest nicht.
1. Auf der MegaFont Euro Edition befinden sich jede Menge Originalschriften von Designern wie Hans Eduard Maier (Gestalter der Syntax), Hermann Zapf (Palatino, Optima, Melior etc.), Adrian Williams (Congress, Raleigh, Seagull, Worcester etc.) etc.
2. Auf Schriftdesigns wie Garamond, Clarendon, Bodoni, Cheltenham, Baskerville etc. kann heute kein Schriftenhersteller mehr exklusive Ansprüche erheben. Die Herren Schriftgestalter sind einige hundert Jahre tot, und so gesehen hätte dann _jeder_ Schriftenhersteller, der eine Baskerville herausbringt, von John Baskerville "abgekupfert".
3. Die meisten Schriften auf der MegaFont Euro Edition hat URW in den vergangenen Jahren im Auftrag von Schriftherstellern wie Linotype, Berthold, ITC, Letraset, Scangraphic etc. digitalisiert. Die Hersteller legten damals keinen Wert auf eine exklusive Lizenzierung, und deshalb behielt URW das Urheberrecht für die Schrift_daten_. Auf dieser Basis hat URW die Schriften an uns lizenziert.
4. Es gibt in Deutschland keinen Urheberrechtsschutz für das Schriftaussehen. Das haben Firmen in den 50er Jahren bis zum BGH durchzusetzen versucht, sind aber aus guten Gründen gescheitert. Schriften können in Deutschland Markenschutz (= Schriftname) und Geschmacksmusterschutz (= Schriftaussehen, Untervariante davon: Schriftmusterschutz) genießen.
5. Auf unseren CDs werden Sie keine Schriften finden, die diese Gesetze verletzen. Das ist kein "Vorbeischrammen" an den Gesetzen. Wenn Sie statt einer Packung Aspirin, deren Patentschutz abgelaufen ist, von Ratiopharm (einer Pharmafirma, die ausschließlich Generika herstellt) ein Päckchen ASS+ kaufen, "schrammen" Sie damit auch nicht am Patentgesetz vorbei. Genauso läuft auch der Geschmacksmusterschutz nach 20 Jahren ab und der Schriftmusterschutz nach 25 Jahren.
6. Auf unseren CDs sind nach bestem Wissen und Gewissen keine jüngeren Schriften, die noch diesem Schutz unterliegen. Wir gehen damit weiter als Bitstream, immerhin ein anerkannter Hersteller: Bitstream sagt, daß sie keine "fremden" Schriften herausbringen, die jünger als _15_ Jahre sind.
Tidbits am Rande:
* Die Dr. Hell AG hat mal die Helvetica von Linotype nachgemacht und als Holsatia herausgebracht. Das hat Linotype nicht davon abgehalten, den Laden später aufzukaufen (glücklich geworden sind sie damit nicht, aber das ist ein anderes Thema).
* Image Club in Kanada haben vor Jahren sehr aggressiv Schriften nachgemacht. Heute ist Image Club eine Tochterfirma von Adobe.
* Ares Software brachte mit FontChameleon ein Programm heraus, das synthetische Kopien bekannter Schriftdesigns generiert. Diese Firma gehört heute auch Adobe.
> 1. Auf der MegaFont Euro Edition befinden sich jede Menge Originalschriften > von Designern wie Hans Eduard Maier (Gestalter der Syntax), (...)
AFAIK heißt der Gestalter _Meier_ mit Nachnamen. Aber vielleicht handelt es sich hier um einen Klon ...
> 2. Auf Schriftdesigns wie Garamond, Clarendon, Bodoni, Cheltenham, > Baskerville etc. kann heute kein Schriftenhersteller mehr exklusive > Ansprüche erheben. Die Herren Schriftgestalter sind einige hundert Jahre > tot, und so gesehen hätte dann _jeder_ Schriftenhersteller, der eine > Baskerville herausbringt, von John Baskerville "abgekupfert".
Richtig, gekupfert wird nach wie vor, selbst Adrian Frutiger "kupfert" seine eigenen Originalentwürfe ab und bringt sie erneut auf den Markt. Sicher ist jedoch, dass diese nachgezeichneten Schnitte mal besser, mal weniger gut gelungen sind. Sicher ist auch, dass ein sorgfältiger "Nachschnitt" viel Zeit, Können und damit Kosten erfordert.
> 3. Die meisten Schriften auf der MegaFont Euro Edition hat URW in den > vergangenen Jahren im Auftrag von Schriftherstellern wie Linotype, Berthold, > ITC, Letraset, Scangraphic etc. digitalisiert. Die Hersteller legten damals > keinen Wert auf eine exklusive Lizenzierung, und deshalb behielt URW das > Urheberrecht für die Schrift_daten_.
Dass die Schriftenhersteller "damals keinen Wert auf Exklusivlizenzen legten", ist eine etwas abenteuerliche Vermutung. Sicher ist, dass URW aufgrund der deutschen Rechtslage mit simplen Mitteln (die berühmten "-us"-Schriften ...) die geklonten Schriften als eigene auf den Markt bringen konnte.
> 4. Es gibt in Deutschland keinen Urheberrechtsschutz für das > Schriftaussehen. Das haben Firmen in den 50er Jahren bis zum BGH > durchzusetzen versucht, sind aber aus guten Gründen gescheitert.
Lieber Herr Kotulla, Ihre Bemühungen in Ehren, aber bestimmt haben sie sich noch nie die Mühe gemacht, einen Schriftschnitt, geschweige denn, eine Schriftfamilie zu entwerfen, zu digitalisieren und zuzurichten. Dass es in Deutschland keinen Urheberrechtsschutz für Schriftaussehen gibt, stimmt nicht ganz. Allerdings ist es in der Praxis eben kaum möglich, eigene berechtigte Ansprüche vor Gericht durchzusetzen. In Sachen Designkultur ist Deutschland eben noch Entwicklungsland. Herzlich, Rüdiger Grob
> > 1. Auf der MegaFont Euro Edition befinden sich jede Menge Originalschriften > > von Designern wie Hans Eduard Maier (Gestalter der Syntax), (...)
> AFAIK heißt der Gestalter _Meier_ mit Nachnamen. Aber vielleicht handelt es > sich hier um einen Klon ...
Tschuldigung, war ein Tippfehler.
> Dass die Schriftenhersteller "damals keinen Wert auf Exklusivlizenzen legten", > ist eine etwas abenteuerliche Vermutung. > Sicher ist, dass URW aufgrund der deutschen Rechtslage mit simplen Mitteln (die > berühmten "-us"-Schriften ...) die geklonten Schriften als eigene auf den Markt > bringen konnte.
Wie uns das damals von URW berichtet wurde, bot URW jedem Schriftenhersteller an, für Summe X die Schrift zu digitalisieren. Wollte der Schriftenhersteller die Schrift exklusiv haben, betrug die Summe X + n. Da die Schriftenhersteller nicht geahnt haben, daß im Laufe der Jahre mit Postscript ein Format entsteht, das die Bindung von Schriftformaten an bestimmte Satzmaschinen aufhob (Berthold-Schriften liefen nur auf Berthold-Geräten, Lino nur auf Lino etc.), wollte man sich das Geld sparen, in der Erwartung, daß eh niemand mit den Schriften auf anderen Geräten etwas anfangen konnte.
Daß URW berechtigt war, die Schriften selbst weiterzuverkaufen, war bei den damaligen Gerichtsverfahren AFAIK nie strittig. Es ging nur darum, ob ein "-tus" statt eines "-tiger" am Schriftnamen eine Markenverletzung ist oder nicht.
Übrigens heißen unsere Schriften nicht "-tus", weil wir diese Namenskonvention nicht nur besonders geschmackvoll halten. Schauen Sie mal in einem Latein- oder Medizin-Wörterbuch nach, was "Flatus" (Flange) wirklich heißt ...
> Lieber Herr Kotulla, Ihre Bemühungen in Ehren, aber bestimmt haben sie sich > noch nie die Mühe gemacht, einen Schriftschnitt, geschweige denn, eine > Schriftfamilie zu entwerfen, zu digitalisieren und zuzurichten.
Da liegen Sie falsch. Ich habe schon genügend Schriften digitalisiert, bearbeitet und zugerichtet, unter anderem mit Fontographer [3.1-4.1.5], FontStudio, Ikarus-M, Ikarus-B, Ikarus-Sun und FontLab. Sie wissen sicher, daß wir für unsere MegaFont Euro Edition _fünftausend_ verschiedene Eurozeichen entworfen haben (für jede Schrift ein eigenes passendes)?
Es ist keineswegs so, daß wir unsere Schriften von URW lizenzieren, in Verzeichnisse sortieren und auf CD brennen. Wir verbringen sehr viel Arbeit damit, Zeichensätze zu vervollständigen, Breiten und Kerning zu optimieren, ein passendes Eurozeichen reinzusetzen, die Schriften vernünftig zu hinten etc. etc.
> Dass es in Deutschland keinen Urheberrechtsschutz für Schriftaussehen gibt, > stimmt nicht ganz. Allerdings ist es in der Praxis eben kaum möglich, eigene > berechtigte Ansprüche vor Gericht durchzusetzen. In Sachen Designkultur ist > Deutschland eben noch Entwicklungsland.
BGH 1957, Candida-Entscheidung.
Und, wie gesagt, wir haben keine "jungen" Schriften. Wenn Sie nach ca. 1980 ein neues Schriftdesign entworfen haben, werden Sie dieses bei uns nicht finden. Wir sind hier restriktiver als Bitstream.
Martin Kotulla <marti...@softmaker.NOSPEAMPLEASEWEAREBRITISHde> wrote:
Zuerst möchte ich ein tiefes Lob dafür aussprechen, dass Du hier mitliest und schreibst und so viele Informationen über die CD herausgibst.
> Es sind jede Menge originaler Fonts auf der CD, etwa Accolade, Raleigh, > Leamington, Lingwood, Seagull, Barbedor, URW Palladio, URW Latino etc. > etc.
Jetzt hätte ich eine klitzekleine Frage: Ist diese CD auch für MacOS verfügbar? Da dieser Thread sich etwas ausgedehnt hat, habe ich ihn doch nicht überlesen und mein Interesse wurde geweckt. -- Tschüss, Michael
> Martin Kotulla <marti...@softmaker.NOSPEAMPLEASEWEAREBRITISHde> wrote:
> Zuerst möchte ich ein tiefes Lob dafür aussprechen, dass Du hier > mitliest und schreibst und so viele Informationen über die CD > herausgibst.
> > Es sind jede Menge originaler Fonts auf der CD, etwa Accolade, Raleigh, > > Leamington, Lingwood, Seagull, Barbedor, URW Palladio, URW Latino etc. > > etc.
> Jetzt hätte ich eine klitzekleine Frage: Ist diese CD auch für MacOS > verfügbar? Da dieser Thread sich etwas ausgedehnt hat, habe ich ihn doch > nicht überlesen und mein Interesse wurde geweckt. > -- > Tschüss, Michael
Die MegaFont Euro Edition ist nur für den PC gedacht. Wir haben eine Schriften-CD für Mac & PC, die ist aber ein Stück teurer, hat eine andere Schriftenauswahl und richtet sich an Werbeagenturen, Fotosetzer etc. Unter http://www.infinitype.de gibt's die Infos. Die Einzellizenz Mac plus PC (Lieferumfang: 3 CDs) kostet 798 Mark, die Firmenlizenz 898 Mark.
> Wir kommen nicht bei Ihnen persönlich vorbei und verhaften Sie dafür. > Offiziell sanktionieren tun wir's natürlich nicht.
Ok, aber meine Frage war: ist es legal? Oder gibt es dazu noch keine rechte juristische Meinung?
Davon abgesehen ist mir nicht klar, wieso die Mac-Fonts soviel teurer sind. Ist das einfach eine Frage der Zielgruppe? Fände ich ja nicht so richtig fair ;-)
Ulrich
-- Ulrich Mayring DENIC eG, software development u...@denic.de
Ehrlich gesagt: ich weiß es nicht. Für diverse Schriften haben wir nur PC-Lizenzen, also liefern wir keine Mac-Schriften. Ob unseren Lizenzgebern dann gegen jemanden, der die Schriften für seine eigenen Zwecke konvertiert, ein Unterlassungsanspruch zusteht, weiß ich nicht. Einerseits gibt es Lizenzverträge, andererseits kennen Juristen den Erschöpfungsgrundsatz, der indirekte Lizenzbeschränkungen nicht zuläßt.