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Gestern eine FreeAgent Go mit 320 GB und USB-Anschluss gekauft. Die Platte ist ab Werk mit NTFS formatiert und darauf befinden sich noch ein paar Tools. Die Platte soll mit ext3 formatiert werden und einer Freundin als Backup-Laufwerk für ihren Linux-Rechner dienen. Vorher gewohnheitsmäßig schnell noch badblocks gestartet: 147 bad blocks in einem engen Bereich (3080192-3095807 von 312571224) wurden gefunden.
Um zu testen, ob die Fehler in der USB-Anbindung liegen könnten, habe ich sowohl mit dem onboard USB-1.1 und einer USB-2.0-Karte getestet:
root [~] lspci | grep USB 00:04.2 USB Controller: Intel Corporation 82371AB/EB/MB PIIX4 USB (rev 01) 00:0c.0 USB Controller: NEC Corporation USB (rev 43) 00:0c.1 USB Controller: NEC Corporation USB (rev 43) 00:0c.2 USB Controller: NEC Corporation USB 2.0 (rev 04)
Die badblocks-Fehler blieben bestehen. Zusätzlich habe ich noch mit einem eingeschleiften USB-Hub getestet, auch er veränderte nichts am Ergebnis. Ich kann anhand der Fehlermeldungen aber nicht ausschließen, dass es keine USB-Übertragungsfehler sind, dafür fehlt mir das Detailwissen.
Die Tests wurden mit einem Linux-Rechner gemacht. Aus diesem Grund kann ich die SeaTools auch nicht nutzen (laufen nur unter Windows, die Seagate DOS-Tools testen keine externen Festplatten).
Aus /var/log/syslog:
May 13 10:47:22 wallace kernel: scsi 2:0:0:0: Direct-Access Seagate FreeAgent Go 102D PQ: 0 ANSI: 4 May 13 10:47:22 wallace kernel: sd 2:0:0:0: [sda] 625142448 512-byte hardware sectors: (320 GB/298 GiB) May 13 10:47:22 wallace kernel: sd 2:0:0:0: [sda] Write Protect is off May 13 10:47:22 wallace kernel: sd 2:0:0:0: [sda] Mode Sense: 1c 00 00 00 May 13 10:47:22 wallace kernel: sd 2:0:0:0: [sda] Assuming drive cache: write through May 13 10:47:22 wallace kernel: sd 2:0:0:0: [sda] 625142448 512-byte hardware sectors: (320 GB/298 GiB) May 13 10:47:22 wallace kernel: sd 2:0:0:0: [sda] Write Protect is off May 13 10:47:22 wallace kernel: sd 2:0:0:0: [sda] Mode Sense: 1c 00 00 00 May 13 10:47:22 wallace kernel: sd 2:0:0:0: [sda] Assuming drive cache: write through May 13 10:47:22 wallace kernel: sda: sda1 May 13 10:47:22 wallace kernel: sd 2:0:0:0: [sda] Attached SCSI disk May 13 10:47:22 wallace kernel: sd 2:0:0:0: Attached scsi generic sg0 type 0 May 13 10:47:22 wallace kernel: usb-storage: device scan complete May 13 10:50:18 wallace kernel: sd 2:0:0:0: [sda] Result: hostbyte=DID_OK driverbyte=DRIVER_SENSE,SUGGEST_OK May 13 10:50:18 wallace kernel: sd 2:0:0:0: [sda] Sense Key : Aborted Command [current] May 13 10:50:18 wallace kernel: sd 2:0:0:0: [sda] Add. Sense: No additional sense information May 13 10:50:18 wallace kernel: end_request: I/O error, dev sda, sector 6160384 May 13 10:50:33 wallace kernel: sd 2:0:0:0: [sda] Unhandled sense code May 13 10:50:33 wallace kernel: sd 2:0:0:0: [sda] Result: hostbyte=DID_OK driverbyte=DRIVER_SENSE,SUGGEST_OK May 13 10:50:33 wallace kernel: sd 2:0:0:0: [sda] Sense Key : Medium Error [current] May 13 10:50:33 wallace kernel: sd 2:0:0:0: [sda] Add. Sense: Data phase error May 13 10:50:33 wallace kernel: end_request: I/O error, dev sda, sector 6160400 May 13 10:50:33 wallace kernel: Buffer I/O error on device sda, logical block 770050 May 13 10:50:33 wallace kernel: Buffer I/O error on device sda, logical block 770051 May 13 10:50:33 wallace kernel: Buffer I/O error on device sda, logical block 770052 May 13 10:50:33 wallace kernel: Buffer I/O error on device sda, logical block 770053 May 13 10:50:33 wallace kernel: Buffer I/O error on device sda, logical block 770054 May 13 10:50:33 wallace kernel: Buffer I/O error on device sda, logical block 770055 May 13 10:50:33 wallace kernel: Buffer I/O error on device sda, logical block 770056 May 13 10:50:33 wallace kernel: Buffer I/O error on device sda, logical block 770057 May 13 10:50:33 wallace kernel: Buffer I/O error on device sda, logical block 770058 May 13 10:53:47 wallace kernel: sd 2:0:0:0: [sda] Result: hostbyte=DID_OK driverbyte=DRIVER_SENSE,SUGGEST_OK May 13 10:53:47 wallace kernel: sd 2:0:0:0: [sda] Sense Key : Aborted Command [current] May 13 10:53:47 wallace kernel: sd 2:0:0:0: [sda] Add. Sense: No additional sense information May 13 10:53:47 wallace kernel: end_request: I/O error, dev sda, sector 6160384 May 13 10:54:01 wallace kernel: sd 2:0:0:0: [sda] Result: hostbyte=DID_OK driverbyte=DRIVER_SENSE,SUGGEST_OK May 13 10:54:01 wallace kernel: sd 2:0:0:0: [sda] Sense Key : Aborted Command [current] May 13 10:54:01 wallace kernel: sd 2:0:0:0: [sda] Add. Sense: No additional sense information May 13 10:54:01 wallace kernel: end_request: I/O error, dev sda, sector 6160400 May 13 10:54:01 wallace kernel: __ratelimit: 21 callbacks suppressed [...]
Meine Fragen:
* Kann jemand anhand der Fehlermeldungen erkennen, ob es sich um Fehler der Platte oder um USB-Übertragungsfehler (o.ä.) handelt?
* Wenn es bad blocks sind, sind sie ein Mangel oder muss man eine bestimmte Anzahl hinnehmen (so wie defekte Pixel bei Bildschirmen)?
* Ich habe gehört, moderne Festplatten verbergen defekte Sektoren in Reservesektoren, so dass man eigentlich gar keine bad blocks finden dürfte. Heißt das, dass schon alle Reservesektoren aufgebraucht sind oder verwechlse ich da etwas?
* Falls es ein Mangel ist, muss der Händler die Platte zurücknehmen oder muss ich den Tausch schon jetzt über Seagate abwickeln? Die Platte ist, wie gesagt, erst einen Tag alt.
> gewohnheitsmäßig schnell noch badblocks gestartet: 147 bad blocks in > einem engen Bereich (3080192-3095807 von 312571224) wurden gefunden. > May 13 10:50:33 wallace kernel: sd 2:0:0:0: [sda] Sense Key : Medium Error [current] > May 13 10:50:33 wallace kernel: sd 2:0:0:0: [sda] Add. Sense: Data phase error > Meine Fragen:
> * Kann jemand anhand der Fehlermeldungen erkennen, ob es sich um > Fehler der Platte oder um USB-Übertragungsfehler (o.ä.) handelt?
Ich hab das passende als Zitat stehen lassen: Medium Error ist eindeutig. Zur Sicherheit: mach ein
dd if=/dev/zero of=/dev/sda seek=1500 bs=1M und guck, ob wieder an der selben Stelle die Fehler auftreten. USB Fehler würden willkürlich auftreten, Medium Errors immer an den selben Sektoren.
> * Wenn es bad blocks sind, sind sie ein Mangel oder muss man eine > bestimmte Anzahl hinnehmen (so wie defekte Pixel bei Bildschirmen)?
Nene, die Platten haben internes Defekt-Management, nach außen hin (also das, was das Betriebssystem sieht) darf die Platte exakt 0 schlechte Blöcke haben.
> * Ich habe gehört, moderne Festplatten verbergen defekte Sektoren in > Reservesektoren, so dass man eigentlich gar keine bad blocks finden > dürfte. Heißt das, dass schon alle Reservesektoren aufgebraucht sind > oder verwechlse ich da etwas?
Ne, exakt so ist es.
Installier das Paket "smartmontools", da ist das Programm
smartctl -data -A /dev/sda
drin, welches Dir mit dem Parameter "-A" die SMART-Werte der Platte ausgibt. Dort steht auch drin, wie viele der Reservesektoren schon verwendet werden und ob die Reserve schon zur Neige geht. Bei Fragen einfach die komplette Ausgabe von dem Befehl hier in die Gruppe posten.
> * Falls es ein Mangel ist, muss der Händler die Platte zurücknehmen > oder muss ich den Tausch schon jetzt über Seagate abwickeln? Die > Platte ist, wie gesagt, erst einen Tag alt.
Gegen so ein defektes Teil kann sich der Händler nicht sträuben, da ist es am einfachsten, in den Laden zu gehen und ein neues Exemplar zu holen. Vielleicht magst Du ja auch den Hersteller wechseln.
Wenn Du Dich an den Hersteller wendest, dann bekommst Du nur eine reparierte Platte zurück. Die kann schon ewig gelaufen sein und ist definitiv schlechter als eine Originalverpackte.
Lass Dich nicht drauf ein, dass der Laden die Platte einschicken will; Poche auf die Kulanz und verlange eine neue, auch wenn Du keinen Rechtsanspruch hast.
> * Kann jemand anhand der Fehlermeldungen erkennen, ob es sich um > Fehler der Platte oder um USB-Übertragungsfehler (o.ä.) handelt?
Es sind verschiedene Fehler. Vielleicht gibt es Probleme bei der Stromversorgung (das ist doch so eine platte ohne eigenes Netzteil die illegal viel Strom aus dem USB-Port zieht oder?).
> * Wenn es bad blocks sind, sind sie ein Mangel oder muss man eine > bestimmte Anzahl hinnehmen (so wie defekte Pixel bei Bildschirmen)?
Vmtl. bekommt man Kulanz. Ein echter Mangel sind ein paar defekte Blocks wohl eher nicht.
> * Ich habe gehört, moderne Festplatten verbergen defekte Sektoren in > Reservesektoren, so dass man eigentlich gar keine bad blocks finden > dürfte. Heißt das, dass schon alle Reservesektoren aufgebraucht sind > oder verwechlse ich da etwas?
Die Platten haben Reservesektoren und die sind sicher bei dir auch noch nicht aufgebraucht. Das Ersetzen passiert aber nur unter bestimmten Umstaenden. Beim Schreiben auf so einen Block sagt der Host explizit, dass er die alten Daten nicht mehr braucht und der Block kann sofort ersetzt werden. Beim Lesen (wenn die Daten auch mit Fehlerkorrektur und Lesewiederholungen nicht rekonstruiert werden konnten) darf die Platte das nicht machen weil sonst unbemerkt Daten verloren gehen wuerden. In diesem Fall bleibt der defekte Block an Ort und Stelle und dem Host wird ein Lesefehler gemeldet.
Michael Baeuerle <michael.baeue...@stz-e.de> wrote: > Es sind verschiedene Fehler. Vielleicht gibt es Probleme bei der > Stromversorgung (das ist doch so eine platte ohne eigenes Netzteil die > illegal viel Strom aus dem USB-Port zieht oder?).
Ja, die Platte hat auch gar keinen Anschluss für ein Netzteil. Leider gibt es bei Seagate keinerlei brauchbare technische Daten dazu. Im web fand ich einen Test der besagt, dass die Leistungsaufnahme zwischen 1,3 und 3 Watt liegt. Beim Anlaufen gibt es keine Probleme und sie liest auch einwandfrei, bis sie eben in diesen Bereich der bad blocks kommt. Danach liest sie auch wieder einwandfrei bis zum Plattenende.
Es gibt die Platte aber auch noch als Mac-Modell mit Firewire- statt USB-Anschluss. Wäre vermutlich die bessere Lösung gewesen, habe ich aber erst nach dem Kauf gesehen. Mal schauen, vielleicht kann ich sie umtauschen. Mit Firewire habe ich unter Linux bisher weniger Probleme gehabt als mit USB. Oder gibt es etwas, das gegen das Mac-Modell unter Linux spricht?
> Die Platten haben Reservesektoren und die sind sicher bei dir auch noch > nicht aufgebraucht. Das Ersetzen passiert aber nur unter bestimmten > Umstaenden. Beim Schreiben auf so einen Block sagt der Host explizit, > dass er die alten Daten nicht mehr braucht und der Block kann sofort > ersetzt werden. Beim Lesen (wenn die Daten auch mit Fehlerkorrektur und > Lesewiederholungen nicht rekonstruiert werden konnten) darf die Platte > das nicht machen weil sonst unbemerkt Daten verloren gehen wuerden. In > diesem Fall bleibt der defekte Block an Ort und Stelle und dem Host wird > ein Lesefehler gemeldet.
Christoph Purrucker <n...@nospam-domain.de> wrote: > Zur Sicherheit: mach ein dd if=/dev/zero of=/dev/sda seek=1500 bs=1M
Ich möchte die Platte ungern beschreiben, solange nicht klar ist, dass ich sie behalte. Möchte vermeiden, dass behauptet wird, ich hätte sie beim Schreiben beschädigt, oder so was. Habe leider schon zu viele von diesen "Fachverkäufern" getroffen, die sich solche Begründungen aus den Fingern saugen.
> und guck, ob wieder an der selben Stelle die Fehler auftreten. USB > Fehler würden willkürlich auftreten, Medium Errors immer an den selben > Sektoren.
Ich habe sie mit mehreren USB-Karten/-Ports getestet und die Fehler waren immer an der selben Stelle. Das ist ja auch ziemlich eindeutig.
> smartctl -data -A /dev/sda
root [~] smartctl -data -A /dev/sda smartctl version 5.36 [i686-pc-linux-gnu] Copyright (C) 2002-6 Bruce Allen Home page is http://smartmontools.sourceforge.net/
Smartctl: Device Read Identity Failed (not an ATA/ATAPI device)
A mandatory SMART command failed: exiting. To continue, add one or more '-T permissive' options.
Neuer Versuch mit Option verypermissive:
root [~] smartctl -data -A -T verypermissive /dev/sda smartctl version 5.36 [i686-pc-linux-gnu] Copyright (C) 2002-6 Bruce Allen Home page is http://smartmontools.sourceforge.net/
Smartctl: Device Read Identity Failed (not an ATA/ATAPI device)
SMART support is: Ambiguous - ATA IDENTIFY DEVICE words 82-83 don't show if SMART supported. Checking for SMART support by trying SMART ENABLE command. Error SMART Enable failed: Invalid argument SMART ENABLE failed - this establishes that this device lacks SMART functionality.
SMART Disabled. Use option -s with argument 'on' to enable it.
Ok, dann also einschalten:
root [~] smartctl -s on -T verypermissive /dev/sda smartctl version 5.36 [i686-pc-linux-gnu] Copyright (C) 2002-6 Bruce Allen Home page is http://smartmontools.sourceforge.net/
unable to fetch IEC (SMART) mode page [unsupported field in scsi command]
Hm, und was heißt das nun? Unterstützt die Platte nicht die gängigen SMART-Kommandos? Oder ist mein smartmontools zu alt (ist aus Debian Etch)? Das Ergebnis ist bei beiden USB-Anschlüssen gleich (intel 82371 und NEC), dürfte also kein USB-Problem sein.
> Gegen so ein defektes Teil kann sich der Händler nicht sträuben, da ist > es am einfachsten, in den Laden zu gehen und ein neues Exemplar zu > holen. Vielleicht magst Du ja auch den Hersteller wechseln.
Ja, vielleicht sollte man tatsächlich ein anderes Modell wählen. Sie scheint ja nicht ganz unproblematisch zu sein.
Martin Klaiber wrote: > Christoph Purrucker <...> wrote:
>> Zur Sicherheit: mach ein dd if=/dev/zero of=/dev/sda seek=1500 bs=1M
> Ich möchte die Platte ungern beschreiben, solange nicht klar ist, dass > ich sie behalte. Möchte vermeiden, dass behauptet wird, ich hätte sie > beim Schreiben beschädigt, oder so was. Habe leider schon zu viele von > diesen "Fachverkäufern" getroffen, die sich solche Begründungen aus den > Fingern saugen.
Eine Ausdruck einer "smartctl -a ..." Ausgabe reicht bei solchen Verkäufern meistens aus :-)
Durch das Überschreiben werden die bad blocks normalerweise auf Reservesektoren umgeleitet und sind dann verschwunden. Wenn man das nicht möchte, sollte man das Überschreiben lassen, und ggf. GNU ddrescue verwenden, um nur die nicht defekten Sektoren zu löschen.
>> smartctl -data -A /dev/sda
> root [~] smartctl -data -A /dev/sda > smartctl version 5.36 [i686-pc-linux-gnu] Copyright (C) 2002-6 Bruce Allen > Home page is http://smartmontools.sourceforge.net/
> Smartctl: Device Read Identity Failed (not an ATA/ATAPI device)
> [...]
> Hm, und was heißt das nun? Unterstützt die Platte nicht die gängigen > SMART-Kommandos? Oder ist mein smartmontools zu alt (ist aus Debian > Etch)? Das Ergebnis ist bei beiden USB-Anschlüssen gleich (intel 82371 > und NEC), dürfte also kein USB-Problem sein.
Über USB können ATA SMART Kommandos nicht direkt übertragen werden. Es geht aber über ein ATA pass-through SCSI Kommando. Dabei müssen smartctl, der Linux kernel und der USB-Chip im Seagate Gehäuse mitspielen (http://smartmontools.wiki.sourceforge.net/USB)
Zumindest "Seagate FreeAgent Desk" unterstützt das SAT Protokoll vermutlich gilt das auch für "FreeAgent Go".
> > Es sind verschiedene Fehler. Vielleicht gibt es Probleme bei der > > Stromversorgung (das ist doch so eine platte ohne eigenes Netzteil die > > illegal viel Strom aus dem USB-Port zieht oder?).
> Ja, die Platte hat auch gar keinen Anschluss für ein Netzteil. Leider > gibt es bei Seagate keinerlei brauchbare technische Daten dazu. Im web > fand ich einen Test der besagt, dass die Leistungsaufnahme zwischen 1,3 > und 3 Watt liegt.
... was nach USB-Spezifikation nicht zulaessig ist.
> Beim Anlaufen gibt es keine Probleme und sie liest > auch einwandfrei, bis sie eben in diesen Bereich der bad blocks kommt. > Danach liest sie auch wieder einwandfrei bis zum Plattenende.
Dann liegt es vermutlich schon an der Platte selbst.
> Es gibt die Platte aber auch noch als Mac-Modell mit Firewire- statt > USB-Anschluss. Wäre vermutlich die bessere Lösung gewesen, habe ich > aber erst nach dem Kauf gesehen. Mal schauen, vielleicht kann ich sie > umtauschen. Mit Firewire habe ich unter Linux bisher weniger Probleme > gehabt als mit USB. Oder gibt es etwas, das gegen das Mac-Modell unter > Linux spricht?
Nein, die Platte da drin wird die gleiche sein. Vermutlich muss man nur ein Windows-kompatibles Dateisystem draufmachen und fertig.
Christian Franke <Christian.Fra...@t-online.de> wrote: > Eine Ausdruck einer "smartctl -a ..." Ausgabe reicht bei solchen > Verkäufern meistens aus :-)
LOL :-)
> Durch das Überschreiben werden die bad blocks normalerweise auf > Reservesektoren umgeleitet und sind dann verschwunden.
Naja, wenn das normal ist, dann ist ja alles ok. Ich will nur nicht eine defekte Platte haben, zumal es auch gar nicht meine ist und für Backup-Zwecke verwendet werden soll. Eine gewisse Datensicherheit wäre also nicht unflott.
Ich kann leider selbst nicht einschätzen, wie kritisch diese bad blocks sind. 147 von 312571224 sind ja verschwindend wenig und würden für sich genommen überhaupt nicht stören. Dass es eine 320-GB-Platte wurde ist mehr oder weniger Zufall. Eine 160-GB- oder 250-GB-Platte hätte es auch getan. Um das bißchen Platzverlust geht es also nicht. Wenn es aber ein Hinweis auf rasch fortschreitenden weiteren Verlust ist, dann wäre das natürlich ein KO-Kriterium. Das kann ich aber nicht einschätzen.
Ich habe der Einfachheit halber den 5.38-tarball genommen, ich hoffe das ist ok für Dich (beim Auschecken aus dem cvs vertüddle ich mich dauernd und habe gerade etwas wenig Zeit). Die Installation verlief problemlos. Hier die Werte der Platte:
root [~] smartctl -d sat,12 -A /dev/sda smartctl version 5.38 [i686-pc-linux-gnu] Copyright (C) 2002-8 Bruce Allen Home page is http://smartmontools.sourceforge.net/
Ich kann mit den Daten allerdings nichts anfangen :-/ Kann mich da bitte jemand beraten? Danke.
Ein Aufruf mit -a bringt noch weitere Fehlermeldungen, und zwar einige dieser Form:
Error 538 occurred at disk power-on lifetime: 2 hours (0 days + 2 hours) When the command that caused the error occurred, the device was active or idle.
After command completion occurred, registers were: ER ST SC SN CL CH DH -- -- -- -- -- -- -- 40 51 00 fc 79 5e 00 Error: UNC at LBA = 0x005e79fc = 6191612
Commands leading to the command that caused the error were: CR FR SC SN CL CH DH DC Powered_Up_Time Command/Feature_Name -- -- -- -- -- -- -- -- ---------------- -------------------- 25 00 08 f8 79 5e 40 00 00:14:54.809 READ DMA EXT 25 00 08 f8 79 5e 40 00 00:14:52.433 READ DMA EXT 25 00 08 f8 79 5e 40 00 00:14:50.034 READ DMA EXT 25 00 08 f8 79 5e 40 00 00:14:47.658 READ DMA EXT 25 00 08 f8 79 5e 40 00 00:14:45.248 READ DMA EXT
Was mir daran auffällt ist der LBA 6191612. Er liegt in der Nähe der Sektoren, die von badblocks als defekt erkannt wurden (der in syslog dokumentierte Bereich reichte aber nur von 6160384 bis 6191608).
Sind das die defekten Sektoren? Und was heißt Error 538? Heißt das, dass möglicherweise 538 defekte Sektoren vorhanden sind? Der älteste Fehler, den smartctl -a meldet, ist Error 534, die Fehlermeldung sieht ganz ähnlich aus wie obige, nur dass die Zeit natürlich ein bißchen früher liegt.
Martin Klaiber wrote: > ... > Ich kann leider selbst nicht einschätzen, wie kritisch diese bad blocks > sind. 147 von 312571224 sind ja verschwindend wenig und würden für sich > genommen überhaupt nicht stören. Dass es eine 320-GB-Platte wurde ist > mehr oder weniger Zufall. Eine 160-GB- oder 250-GB-Platte hätte es auch > getan. Um das bißchen Platzverlust geht es also nicht. Wenn es aber ein > Hinweis auf rasch fortschreitenden weiteren Verlust ist, dann wäre das > natürlich ein KO-Kriterium. Das kann ich aber nicht einschätzen.
Schwer zu sagen. Neue Platten haben aber für gewöhnlich keinen (nicht umgeleiteten) bad block.
> Ich habe der Einfachheit halber den 5.38-tarball genommen, ich hoffe > das ist ok für Dich (beim Auschecken aus dem cvs vertüddle ich mich > dauernd und habe gerade etwas wenig Zeit). Die Installation verlief > problemlos. ...
5.38 ist reicht für SAT, nur die Protokolle für JMicron und Sunplus USB Bridges erfordern die aktuelle Version.
Wie ist die USB ID (idVendor und idProduct) dieser USB-Platte? Unter Linux zu ermitteln mit 'lsusb -v'.
> ... Hier die Werte der Platte:
> root [~] smartctl -d sat,12 -A /dev/sda > smartctl version 5.38 [i686-pc-linux-gnu] Copyright (C) 2002-8 Bruce Allen > Home page is http://smartmontools.sourceforge.net/
> === START OF READ SMART DATA SECTION === > SMART Attributes Data Structure revision number: 10 > Vendor Specific SMART Attributes with Thresholds: > ID# ATTRIBUTE_NAME FLAG VALUE WORST THRESH TYPE UPDATED WHEN_FAILED RAW_VALUE > 1 Raw_Read_Error_Rate 0x000f 118 081 006 Pre-fail Always - 168793584 > 3 Spin_Up_Time 0x0003 098 098 000 Pre-fail Always - 0 > 4 Start_Stop_Count 0x0032 100 100 020 Old_age Always - 38 > 5 Reallocated_Sector_Ct 0x0033 100 100 036 Pre-fail Always - 0
> Ein Aufruf mit -a bringt noch weitere Fehlermeldungen, und zwar > einige dieser Form:
> Error 538 occurred at disk power-on lifetime: 2 hours (0 days + 2 hours) > When the command that caused the error occurred, the device was active or idle.
> After command completion occurred, registers were: > ER ST SC SN CL CH DH > -- -- -- -- -- -- -- > 40 51 00 fc 79 5e 00 Error: UNC at LBA = 0x005e79fc = 6191612
> Commands leading to the command that caused the error were: > CR FR SC SN CL CH DH DC Powered_Up_Time Command/Feature_Name > -- -- -- -- -- -- -- -- ---------------- -------------------- > 25 00 08 f8 79 5e 40 00 00:14:54.809 READ DMA EXT > ...
> Was mir daran auffällt ist der LBA 6191612. Er liegt in der Nähe der > Sektoren, die von badblocks als defekt erkannt wurden (der in syslog > dokumentierte Bereich reichte aber nur von 6160384 bis 6191608).
> Sind das die defekten Sektoren? Und was heißt Error 538? Heißt das, > dass möglicherweise 538 defekte Sektoren vorhanden sind?
Das sind durch vermutlich defekte Sektoren verursachte Lesefehler. Ingesamt wurden 538 Fehler in das Log geschrieben. Das kann aber auch 538 mal ein Fehler beim Lesen desselben Sektors gewesen sein.
Leider ist in dem alten Fehlerlog nur Platz für 5 Einträge.
Ich würde mal einen vollständigen SMART Selbsttest (-t long) starten und nach dessen Ende den Selbsttest Log auslesen (-l selftest). Dort wird der erste gefundene bad block angezeigt.
Christian Franke <Christian.Fra...@t-online.de> wrote: > Martin Klaiber wrote: >> Um das bißchen Platzverlust geht es also nicht. Wenn es aber ein >> Hinweis auf rasch fortschreitenden weiteren Verlust ist, dann wäre >> das natürlich ein KO-Kriterium. Das kann ich aber nicht einschätzen. > Schwer zu sagen. Neue Platten haben aber für gewöhnlich keinen (nicht > umgeleiteten) bad block.
Ok, Danke.
> Wie ist die USB ID (idVendor und idProduct) dieser USB-Platte? Unter > Linux zu ermitteln mit 'lsusb -v'.
idVendor 0x0bc2 Seagate RSS LLC idProduct 0x2100
> Ich würde mal einen vollständigen SMART Selbsttest (-t long) starten und > nach dessen Ende den Selbsttest Log auslesen (-l selftest). Dort wird > der erste gefundene bad block angezeigt.
Martin Klaiber wrote: > Christian Franke <...> wrote: >> Wie ist die USB ID (idVendor und idProduct) dieser USB-Platte? Unter >> Linux zu ermitteln mit 'lsusb -v'.
Mit der aktuellen CVS Version von smartctl sollte diese Platte auch ohne '-d sat' funktionieren.
> Aber die Option -a brachte folgende neue Informationen:
> SMART Self-test log structure revision number 1 > Num Test_Description Status Remaining LifeTime(hours) LBA_of_first_error > # 1 Extended offline Completed: read failure 90% 7 6191612
> Deine Vermutung war also wohl richtig, dass die 538 Fehlermeldungen in > erster Linie Lesefehler ein und desselben Sektors sind.
> Was heißt denn "read failure"? Einfach nur, dass mindestens ein Sektor > nicht gelesen werden konnte?
Genau.
> Und was bedeutet das "Remaining 90%"? Dass noch 90% Ersatzsektoren > verfügbar sind, oder etwas in der Art?
Als der Fehler aufgetreten ist, waren noch ~90% des Tests übrig.
> Und dann kommt noch Folgendes im log, mit dem ich nichts anfangen kann:
> SMART Selective self-test log data structure revision number 1 > SPAN MIN_LBA MAX_LBA CURRENT_TEST_STATUS > 1 0 0 Not_testing > 2 0 0 Not_testing > 3 0 0 Not_testing > 4 0 0 Not_testing > 5 0 0 Not_testing > Selective self-test flags (0x0): > After scanning selected spans, do NOT read-scan remainder of disk. > If Selective self-test is pending on power-up, resume after 0 minute delay.
Dies ist eigentlich kein Log, sondern zeigt die aktuellen LBA-Bereiche der selektiven Selbsttests. Um z.B. bei deiner Platte zu testen, ob wirklich nur dieser eine Sektor betroffen ist:
# smartctl -t select,6191613-max /dev/ice
Den Status sieht man in '-l selective', das Ergebnis steht in '-l selftest' oder '-l xselftest'.
Auch nützlich, wenn ein '-t long' Test länger dauert als der PC üblicherweise eingeschaltet ist. Alternativ kann man damit die Platte in kleineren Abschnitten testen ('-t select,cont', geht auch automatisch mit smartd).