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Neue externe Festplatte Seagate FreeAgent Go mit bad blocks
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Martin Klaiber  
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 Weitere Optionen 13 Mai 2009, 17:19
Newsgroups: de.comp.hardware.laufwerke.festplatten, de.comp.os.unix.linux.hardware
Nachtrag zu: de.comp.hardware.laufwerke.festplatten
Von: Martin Klaiber <usenet.marti...@gmx.de>
Datum: Wed, 13 May 2009 17:19:28 +0200
Lokal: Mi 13 Mai 2009 17:19
Betreff: Neue externe Festplatte Seagate FreeAgent Go mit bad blocks
Gestern eine FreeAgent Go mit 320 GB und USB-Anschluss gekauft. Die
Platte ist ab Werk mit NTFS formatiert und darauf befinden sich noch
ein paar Tools. Die Platte soll mit ext3 formatiert werden und einer
Freundin als Backup-Laufwerk für ihren Linux-Rechner dienen. Vorher
gewohnheitsmäßig schnell noch badblocks gestartet: 147 bad blocks in
einem engen Bereich (3080192-3095807 von 312571224) wurden gefunden.

Um zu testen, ob die Fehler in der USB-Anbindung liegen könnten, habe
ich sowohl mit dem onboard USB-1.1 und einer USB-2.0-Karte getestet:

   root [~] lspci | grep USB
   00:04.2 USB Controller: Intel Corporation 82371AB/EB/MB PIIX4 USB (rev 01)
   00:0c.0 USB Controller: NEC Corporation USB (rev 43)
   00:0c.1 USB Controller: NEC Corporation USB (rev 43)
   00:0c.2 USB Controller: NEC Corporation USB 2.0 (rev 04)

Die badblocks-Fehler blieben bestehen. Zusätzlich habe ich noch mit
einem eingeschleiften USB-Hub getestet, auch er veränderte nichts am
Ergebnis. Ich kann anhand der Fehlermeldungen aber nicht ausschließen,
dass es keine USB-Übertragungsfehler sind, dafür fehlt mir das
Detailwissen.

Die Tests wurden mit einem Linux-Rechner gemacht. Aus diesem Grund
kann ich die SeaTools auch nicht nutzen (laufen nur unter Windows, die
Seagate DOS-Tools testen keine externen Festplatten).

Aus /var/log/syslog:

   May 13 10:47:22 wallace kernel: scsi 2:0:0:0: Direct-Access     Seagate  FreeAgent Go     102D PQ: 0 ANSI: 4
   May 13 10:47:22 wallace kernel: sd 2:0:0:0: [sda] 625142448 512-byte hardware sectors: (320 GB/298 GiB)
   May 13 10:47:22 wallace kernel: sd 2:0:0:0: [sda] Write Protect is off
   May 13 10:47:22 wallace kernel: sd 2:0:0:0: [sda] Mode Sense: 1c 00 00 00
   May 13 10:47:22 wallace kernel: sd 2:0:0:0: [sda] Assuming drive cache: write through
   May 13 10:47:22 wallace kernel: sd 2:0:0:0: [sda] 625142448 512-byte hardware sectors: (320 GB/298 GiB)
   May 13 10:47:22 wallace kernel: sd 2:0:0:0: [sda] Write Protect is off
   May 13 10:47:22 wallace kernel: sd 2:0:0:0: [sda] Mode Sense: 1c 00 00 00
   May 13 10:47:22 wallace kernel: sd 2:0:0:0: [sda] Assuming drive cache: write through
   May 13 10:47:22 wallace kernel:  sda: sda1
   May 13 10:47:22 wallace kernel: sd 2:0:0:0: [sda] Attached SCSI disk
   May 13 10:47:22 wallace kernel: sd 2:0:0:0: Attached scsi generic sg0 type 0
   May 13 10:47:22 wallace kernel: usb-storage: device scan complete
   May 13 10:50:18 wallace kernel: sd 2:0:0:0: [sda] Result: hostbyte=DID_OK driverbyte=DRIVER_SENSE,SUGGEST_OK
   May 13 10:50:18 wallace kernel: sd 2:0:0:0: [sda] Sense Key : Aborted Command [current]
   May 13 10:50:18 wallace kernel: sd 2:0:0:0: [sda] Add. Sense: No additional sense information
   May 13 10:50:18 wallace kernel: end_request: I/O error, dev sda, sector 6160384
   May 13 10:50:33 wallace kernel: sd 2:0:0:0: [sda] Unhandled sense code
   May 13 10:50:33 wallace kernel: sd 2:0:0:0: [sda] Result: hostbyte=DID_OK driverbyte=DRIVER_SENSE,SUGGEST_OK
   May 13 10:50:33 wallace kernel: sd 2:0:0:0: [sda] Sense Key : Medium Error [current]
   May 13 10:50:33 wallace kernel: sd 2:0:0:0: [sda] Add. Sense: Data phase error
   May 13 10:50:33 wallace kernel: end_request: I/O error, dev sda, sector 6160400
   May 13 10:50:33 wallace kernel: Buffer I/O error on device sda, logical block 770050
   May 13 10:50:33 wallace kernel: Buffer I/O error on device sda, logical block 770051
   May 13 10:50:33 wallace kernel: Buffer I/O error on device sda, logical block 770052
   May 13 10:50:33 wallace kernel: Buffer I/O error on device sda, logical block 770053
   May 13 10:50:33 wallace kernel: Buffer I/O error on device sda, logical block 770054
   May 13 10:50:33 wallace kernel: Buffer I/O error on device sda, logical block 770055
   May 13 10:50:33 wallace kernel: Buffer I/O error on device sda, logical block 770056
   May 13 10:50:33 wallace kernel: Buffer I/O error on device sda, logical block 770057
   May 13 10:50:33 wallace kernel: Buffer I/O error on device sda, logical block 770058
   May 13 10:53:47 wallace kernel: sd 2:0:0:0: [sda] Result: hostbyte=DID_OK driverbyte=DRIVER_SENSE,SUGGEST_OK
   May 13 10:53:47 wallace kernel: sd 2:0:0:0: [sda] Sense Key : Aborted Command [current]
   May 13 10:53:47 wallace kernel: sd 2:0:0:0: [sda] Add. Sense: No additional sense information
   May 13 10:53:47 wallace kernel: end_request: I/O error, dev sda, sector 6160384
   May 13 10:54:01 wallace kernel: sd 2:0:0:0: [sda] Result: hostbyte=DID_OK driverbyte=DRIVER_SENSE,SUGGEST_OK
   May 13 10:54:01 wallace kernel: sd 2:0:0:0: [sda] Sense Key : Aborted Command [current]
   May 13 10:54:01 wallace kernel: sd 2:0:0:0: [sda] Add. Sense: No additional sense information
   May 13 10:54:01 wallace kernel: end_request: I/O error, dev sda, sector 6160400
   May 13 10:54:01 wallace kernel: __ratelimit: 21 callbacks suppressed
   [...]

Meine Fragen:

 * Kann jemand anhand der Fehlermeldungen erkennen, ob es sich um
   Fehler der Platte oder um USB-Übertragungsfehler (o.ä.) handelt?

 * Wenn es bad blocks sind, sind sie ein Mangel oder muss man eine
   bestimmte Anzahl hinnehmen (so wie defekte Pixel bei Bildschirmen)?

 * Ich habe gehört, moderne Festplatten verbergen defekte Sektoren in
   Reservesektoren, so dass man eigentlich gar keine bad blocks finden
   dürfte. Heißt das, dass schon alle Reservesektoren aufgebraucht sind
   oder verwechlse ich da etwas?

 * Falls es ein Mangel ist, muss der Händler die Platte zurücknehmen
   oder muss ich den Tausch schon jetzt über Seagate abwickeln? Die
   Platte ist, wie gesagt, erst einen Tag alt.

[fup2 de.comp.hardware.laufwerke.festplatten]

Danke, Martin


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Christoph Purrucker  
Profil anzeigen  
 Weitere Optionen 13 Mai 2009, 21:14
Newsgroups: de.comp.hardware.laufwerke.festplatten
Von: Christoph Purrucker <n...@nospam-domain.de>
Datum: Wed, 13 May 2009 21:14:12 +0200
Lokal: Mi 13 Mai 2009 21:14
Betreff: Re: Neue externe Festplatte Seagate FreeAgent Go mit bad blocks
Hallo Martin,

Martin Klaiber schrieb:

> gewohnheitsmäßig schnell noch badblocks gestartet: 147 bad blocks in
> einem engen Bereich (3080192-3095807 von 312571224) wurden gefunden.
>    May 13 10:50:33 wallace kernel: sd 2:0:0:0: [sda] Sense Key : Medium Error [current]
>    May 13 10:50:33 wallace kernel: sd 2:0:0:0: [sda] Add. Sense: Data phase error
> Meine Fragen:

>  * Kann jemand anhand der Fehlermeldungen erkennen, ob es sich um
>    Fehler der Platte oder um USB-Übertragungsfehler (o.ä.) handelt?

Ich hab das passende als Zitat stehen lassen: Medium Error ist
eindeutig. Zur Sicherheit: mach ein

dd if=/dev/zero of=/dev/sda seek=1500 bs=1M und guck, ob wieder an der
selben Stelle die Fehler auftreten. USB Fehler würden willkürlich
auftreten, Medium Errors immer an den selben Sektoren.

>  * Wenn es bad blocks sind, sind sie ein Mangel oder muss man eine
>    bestimmte Anzahl hinnehmen (so wie defekte Pixel bei Bildschirmen)?

Nene, die Platten haben internes Defekt-Management, nach außen hin (also
das, was das Betriebssystem sieht) darf die Platte exakt 0 schlechte
Blöcke haben.

>  * Ich habe gehört, moderne Festplatten verbergen defekte Sektoren in
>    Reservesektoren, so dass man eigentlich gar keine bad blocks finden
>    dürfte. Heißt das, dass schon alle Reservesektoren aufgebraucht sind
>    oder verwechlse ich da etwas?

Ne, exakt so ist es.

Installier das Paket "smartmontools", da ist das Programm

smartctl -data -A /dev/sda

drin, welches Dir mit dem Parameter "-A" die SMART-Werte der Platte
ausgibt. Dort steht auch drin, wie viele der Reservesektoren schon
verwendet werden und ob die Reserve schon zur Neige geht. Bei Fragen
einfach die komplette Ausgabe von dem Befehl hier in die Gruppe posten.

>  * Falls es ein Mangel ist, muss der Händler die Platte zurücknehmen
>    oder muss ich den Tausch schon jetzt über Seagate abwickeln? Die
>    Platte ist, wie gesagt, erst einen Tag alt.

Gegen so ein defektes Teil kann sich der Händler nicht sträuben, da ist
es am einfachsten, in den Laden zu gehen und ein neues Exemplar zu
holen. Vielleicht magst Du ja auch den Hersteller wechseln.

Wenn Du Dich an den Hersteller wendest, dann bekommst Du nur eine
reparierte Platte zurück. Die kann schon ewig gelaufen sein und ist
definitiv schlechter als eine Originalverpackte.

Lass Dich nicht drauf ein, dass der Laden die Platte einschicken will;
Poche auf die Kulanz und verlange eine neue, auch wenn Du keinen
Rechtsanspruch hast.

Gruß,
cp


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Michael Baeuerle  
Profil anzeigen  
 Weitere Optionen 14 Mai 2009, 10:24
Newsgroups: de.comp.hardware.laufwerke.festplatten
Von: Michael Baeuerle <michael.baeue...@stz-e.de>
Datum: Thu, 14 May 2009 10:24:09 +0200
Lokal: Do 14 Mai 2009 10:24
Betreff: Re: Neue externe Festplatte Seagate FreeAgent Go mit bad blocks

Martin Klaiber wrote:

> [...]
> Meine Fragen:

>  * Kann jemand anhand der Fehlermeldungen erkennen, ob es sich um
>    Fehler der Platte oder um USB-Übertragungsfehler (o.ä.) handelt?

Es sind verschiedene Fehler. Vielleicht gibt es Probleme bei der
Stromversorgung (das ist doch so eine platte ohne eigenes Netzteil die
illegal viel Strom aus dem USB-Port zieht oder?).

>  * Wenn es bad blocks sind, sind sie ein Mangel oder muss man eine
>    bestimmte Anzahl hinnehmen (so wie defekte Pixel bei Bildschirmen)?

Vmtl. bekommt man Kulanz. Ein echter Mangel sind ein paar defekte Blocks
wohl eher nicht.

>  * Ich habe gehört, moderne Festplatten verbergen defekte Sektoren in
>    Reservesektoren, so dass man eigentlich gar keine bad blocks finden
>    dürfte. Heißt das, dass schon alle Reservesektoren aufgebraucht sind
>    oder verwechlse ich da etwas?

Die Platten haben Reservesektoren und die sind sicher bei dir auch noch
nicht aufgebraucht. Das Ersetzen passiert aber nur unter bestimmten
Umstaenden. Beim Schreiben auf so einen Block sagt der Host explizit,
dass er die alten Daten nicht mehr braucht und der Block kann sofort
ersetzt werden. Beim Lesen (wenn die Daten auch mit Fehlerkorrektur und
Lesewiederholungen nicht rekonstruiert werden konnten) darf die Platte
das nicht machen weil sonst unbemerkt Daten verloren gehen wuerden. In
diesem Fall bleibt der defekte Block an Ort und Stelle und dem Host wird
ein Lesefehler gemeldet.

Micha


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Martin Klaiber  
Profil anzeigen  
 Weitere Optionen 14 Mai 2009, 18:18
Newsgroups: de.comp.hardware.laufwerke.festplatten
Von: Martin Klaiber <usenet.marti...@gmx.de>
Datum: Thu, 14 May 2009 18:18:49 +0200
Lokal: Do 14 Mai 2009 18:18
Betreff: Re: Neue externe Festplatte Seagate FreeAgent Go mit bad blocks

Michael Baeuerle <michael.baeue...@stz-e.de> wrote:
> Es sind verschiedene Fehler. Vielleicht gibt es Probleme bei der
> Stromversorgung (das ist doch so eine platte ohne eigenes Netzteil die
> illegal viel Strom aus dem USB-Port zieht oder?).

Ja, die Platte hat auch gar keinen Anschluss für ein Netzteil. Leider
gibt es bei Seagate keinerlei brauchbare technische Daten dazu. Im web
fand ich einen Test der besagt, dass die Leistungsaufnahme zwischen 1,3
und 3 Watt liegt. Beim Anlaufen gibt es keine Probleme und sie liest
auch einwandfrei, bis sie eben in diesen Bereich der bad blocks kommt.
Danach liest sie auch wieder einwandfrei bis zum Plattenende.

Es gibt die Platte aber auch noch als Mac-Modell mit Firewire- statt
USB-Anschluss. Wäre vermutlich die bessere Lösung gewesen, habe ich
aber erst nach dem Kauf gesehen. Mal schauen, vielleicht kann ich sie
umtauschen. Mit Firewire habe ich unter Linux bisher weniger Probleme
gehabt als mit USB. Oder gibt es etwas, das gegen das Mac-Modell unter
Linux spricht?

> Die Platten haben Reservesektoren und die sind sicher bei dir auch noch
> nicht aufgebraucht. Das Ersetzen passiert aber nur unter bestimmten
> Umstaenden. Beim Schreiben auf so einen Block sagt der Host explizit,
> dass er die alten Daten nicht mehr braucht und der Block kann sofort
> ersetzt werden. Beim Lesen (wenn die Daten auch mit Fehlerkorrektur und
> Lesewiederholungen nicht rekonstruiert werden konnten) darf die Platte
> das nicht machen weil sonst unbemerkt Daten verloren gehen wuerden. In
> diesem Fall bleibt der defekte Block an Ort und Stelle und dem Host wird
> ein Lesefehler gemeldet.

Ok. Danke für die gute Erklärung,
Martin

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Martin Klaiber  
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 Weitere Optionen 14 Mai 2009, 18:02
Newsgroups: de.comp.hardware.laufwerke.festplatten
Von: Martin Klaiber <usenet.marti...@gmx.de>
Datum: Thu, 14 May 2009 18:02:04 +0200
Lokal: Do 14 Mai 2009 18:02
Betreff: Re: Neue externe Festplatte Seagate FreeAgent Go mit bad blocks

Christoph Purrucker <n...@nospam-domain.de> wrote:
> Zur Sicherheit: mach ein dd if=/dev/zero of=/dev/sda seek=1500 bs=1M

Ich möchte die Platte ungern beschreiben, solange nicht klar ist, dass
ich sie behalte. Möchte vermeiden, dass behauptet wird, ich hätte sie
beim Schreiben beschädigt, oder so was. Habe leider schon zu viele von
diesen "Fachverkäufern" getroffen, die sich solche Begründungen aus den
Fingern saugen.

> und guck, ob wieder an der selben Stelle die Fehler auftreten. USB
> Fehler würden willkürlich auftreten, Medium Errors immer an den selben
> Sektoren.

Ich habe sie mit mehreren USB-Karten/-Ports getestet und die Fehler
waren immer an der selben Stelle. Das ist ja auch ziemlich eindeutig.

> smartctl -data -A /dev/sda

   root [~] smartctl -data -A /dev/sda
   smartctl version 5.36 [i686-pc-linux-gnu] Copyright (C) 2002-6 Bruce Allen
   Home page is http://smartmontools.sourceforge.net/

   Smartctl: Device Read Identity Failed (not an ATA/ATAPI device)

   A mandatory SMART command failed: exiting. To continue, add one or more '-T permissive' options.

Neuer Versuch mit Option verypermissive:

   root [~] smartctl -data -A -T verypermissive /dev/sda
   smartctl version 5.36 [i686-pc-linux-gnu] Copyright (C) 2002-6 Bruce Allen
   Home page is http://smartmontools.sourceforge.net/

   Smartctl: Device Read Identity Failed (not an ATA/ATAPI device)

   SMART support is: Ambiguous - ATA IDENTIFY DEVICE words 82-83 don't show if SMART supported.
                     Checking for SMART support by trying SMART ENABLE command.
   Error SMART Enable failed: Invalid argument
                     SMART ENABLE failed - this establishes that this device lacks SMART functionality.

   SMART Disabled. Use option -s with argument 'on' to enable it.

Ok, dann also einschalten:

   root [~] smartctl -s on -T verypermissive /dev/sda
   smartctl version 5.36 [i686-pc-linux-gnu] Copyright (C) 2002-6 Bruce Allen
   Home page is http://smartmontools.sourceforge.net/

   unable to fetch IEC (SMART) mode page [unsupported field in scsi command]

Hm, und was heißt das nun? Unterstützt die Platte nicht die gängigen
SMART-Kommandos? Oder ist mein smartmontools zu alt (ist aus Debian
Etch)? Das Ergebnis ist bei beiden USB-Anschlüssen gleich (intel 82371
und NEC), dürfte also kein USB-Problem sein.

> Gegen so ein defektes Teil kann sich der Händler nicht sträuben, da ist
> es am einfachsten, in den Laden zu gehen und ein neues Exemplar zu
> holen. Vielleicht magst Du ja auch den Hersteller wechseln.

Ja, vielleicht sollte man tatsächlich ein anderes Modell wählen. Sie
scheint ja nicht ganz unproblematisch zu sein.

Danke erstmal für Deine Analyse,
Martin


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Christian Franke  
Profil anzeigen  
 Weitere Optionen 14 Mai 2009, 21:46
Newsgroups: de.comp.hardware.laufwerke.festplatten
Von: Christian Franke <Christian.Fra...@t-online.de>
Datum: Thu, 14 May 2009 21:46:46 +0200
Lokal: Do 14 Mai 2009 21:46
Betreff: Re: Neue externe Festplatte Seagate FreeAgent Go mit bad blocks

Martin Klaiber wrote:
> Christoph Purrucker <...> wrote:

>> Zur Sicherheit: mach ein dd if=/dev/zero of=/dev/sda seek=1500 bs=1M

> Ich möchte die Platte ungern beschreiben, solange nicht klar ist, dass
> ich sie behalte. Möchte vermeiden, dass behauptet wird, ich hätte sie
> beim Schreiben beschädigt, oder so was. Habe leider schon zu viele von
> diesen "Fachverkäufern" getroffen, die sich solche Begründungen aus den
> Fingern saugen.

Eine Ausdruck einer "smartctl -a ..." Ausgabe reicht bei solchen
Verkäufern meistens aus :-)

Durch das Überschreiben werden die bad blocks normalerweise auf
Reservesektoren umgeleitet und sind dann verschwunden. Wenn man das
nicht möchte, sollte man das Überschreiben lassen, und ggf. GNU ddrescue
verwenden, um nur die nicht defekten Sektoren zu löschen.

>> smartctl -data -A /dev/sda

>    root [~] smartctl -data -A /dev/sda
>    smartctl version 5.36 [i686-pc-linux-gnu] Copyright (C) 2002-6 Bruce Allen
>    Home page is http://smartmontools.sourceforge.net/

>    Smartctl: Device Read Identity Failed (not an ATA/ATAPI device)

> [...]

> Hm, und was heißt das nun? Unterstützt die Platte nicht die gängigen
> SMART-Kommandos? Oder ist mein smartmontools zu alt (ist aus Debian
> Etch)? Das Ergebnis ist bei beiden USB-Anschlüssen gleich (intel 82371
> und NEC), dürfte also kein USB-Problem sein.

Über USB können ATA SMART Kommandos nicht direkt übertragen werden. Es
geht aber über ein ATA pass-through SCSI Kommando. Dabei müssen
smartctl, der Linux kernel und der USB-Chip im Seagate Gehäuse
mitspielen (http://smartmontools.wiki.sourceforge.net/USB)

Zumindest "Seagate FreeAgent Desk" unterstützt das SAT Protokoll
vermutlich gilt das auch für "FreeAgent Go".

Mit "smartctl -d sat,12 ..." statt "-d ata" sollte es klappen,
allerdings erfordert dies mindestens smartctl 5.37.
(Danke für jedes Feedback für unsere Kompatibilitätsliste unter
http://smartmontools.wiki.sourceforge.net/overview_USB-Support)

Ein Build der aktuellen Version direkt aus dem CVS ist ein 5-Zeiler,
vorausgesetzt die Linux Distro bringt autoconf, automake, cvs und g++
mit: http://smartmontools.sourceforge.net/download.html#CVSInstall

Gruß
Christian


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Michael Baeuerle  
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 Weitere Optionen 15 Mai 2009, 10:06
Newsgroups: de.comp.hardware.laufwerke.festplatten
Von: Michael Baeuerle <michael.baeue...@stz-e.de>
Datum: Fri, 15 May 2009 10:06:29 +0200
Lokal: Fr. 15 Mai 2009 10:06
Betreff: Re: Neue externe Festplatte Seagate FreeAgent Go mit bad blocks

Martin Klaiber wrote:
> Michael Baeuerle wrote:

> > Es sind verschiedene Fehler. Vielleicht gibt es Probleme bei der
> > Stromversorgung (das ist doch so eine platte ohne eigenes Netzteil die
> > illegal viel Strom aus dem USB-Port zieht oder?).

> Ja, die Platte hat auch gar keinen Anschluss für ein Netzteil. Leider
> gibt es bei Seagate keinerlei brauchbare technische Daten dazu. Im web
> fand ich einen Test der besagt, dass die Leistungsaufnahme zwischen 1,3
> und 3 Watt liegt.

... was nach USB-Spezifikation nicht zulaessig ist.

> Beim Anlaufen gibt es keine Probleme und sie liest
> auch einwandfrei, bis sie eben in diesen Bereich der bad blocks kommt.
> Danach liest sie auch wieder einwandfrei bis zum Plattenende.

Dann liegt es vermutlich schon an der Platte selbst.

> Es gibt die Platte aber auch noch als Mac-Modell mit Firewire- statt
> USB-Anschluss. Wäre vermutlich die bessere Lösung gewesen, habe ich
> aber erst nach dem Kauf gesehen. Mal schauen, vielleicht kann ich sie
> umtauschen. Mit Firewire habe ich unter Linux bisher weniger Probleme
> gehabt als mit USB. Oder gibt es etwas, das gegen das Mac-Modell unter
> Linux spricht?

Nein, die Platte da drin wird die gleiche sein. Vermutlich muss man nur
ein Windows-kompatibles Dateisystem draufmachen und fertig.

Micha


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Martin Klaiber  
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 Weitere Optionen 15 Mai 2009, 10:16
Newsgroups: de.comp.hardware.laufwerke.festplatten
Von: Martin Klaiber <usenet.marti...@gmx.de>
Datum: Fri, 15 May 2009 10:16:20 +0200
Lokal: Fr. 15 Mai 2009 10:16
Betreff: Re: Neue externe Festplatte Seagate FreeAgent Go mit bad blocks

Christian Franke <Christian.Fra...@t-online.de> wrote:
> Eine Ausdruck einer "smartctl -a ..." Ausgabe reicht bei solchen
> Verkäufern meistens aus :-)

LOL :-)

> Durch das Überschreiben werden die bad blocks normalerweise auf
> Reservesektoren umgeleitet und sind dann verschwunden.

Naja, wenn das normal ist, dann ist ja alles ok. Ich will nur nicht
eine defekte Platte haben, zumal es auch gar nicht meine ist und für
Backup-Zwecke verwendet werden soll. Eine gewisse Datensicherheit wäre
also nicht unflott.

Ich kann leider selbst nicht einschätzen, wie kritisch diese bad blocks
sind. 147 von 312571224 sind ja verschwindend wenig und würden für sich
genommen überhaupt nicht stören. Dass es eine 320-GB-Platte wurde ist
mehr oder weniger Zufall. Eine 160-GB- oder 250-GB-Platte hätte es auch
getan. Um das bißchen Platzverlust geht es also nicht. Wenn es aber ein
Hinweis auf rasch fortschreitenden weiteren Verlust ist, dann wäre das
natürlich ein KO-Kriterium. Das kann ich aber nicht einschätzen.

> Mit "smartctl -d sat,12 ..." statt "-d ata" sollte es klappen,
> allerdings erfordert dies mindestens smartctl 5.37.
> (Danke für jedes Feedback für unsere Kompatibilitätsliste unter
> http://smartmontools.wiki.sourceforge.net/overview_USB-Support)
> Ein Build der aktuellen Version direkt aus dem CVS ist ein 5-Zeiler,
> vorausgesetzt die Linux Distro bringt autoconf, automake, cvs und g++
> mit: http://smartmontools.sourceforge.net/download.html#CVSInstall

Ich habe der Einfachheit halber den 5.38-tarball genommen, ich hoffe
das ist ok für Dich (beim Auschecken aus dem cvs vertüddle ich mich
dauernd und habe gerade etwas wenig Zeit). Die Installation verlief
problemlos. Hier die Werte der Platte:

   root [~] smartctl -d sat,12 -A /dev/sda
   smartctl version 5.38 [i686-pc-linux-gnu] Copyright (C) 2002-8 Bruce Allen
   Home page is http://smartmontools.sourceforge.net/

   === START OF READ SMART DATA SECTION ===
   SMART Attributes Data Structure revision number: 10
   Vendor Specific SMART Attributes with Thresholds:
   ID# ATTRIBUTE_NAME          FLAG     VALUE WORST THRESH TYPE      UPDATED  WHEN_FAILED RAW_VALUE
     1 Raw_Read_Error_Rate     0x000f   118   081   006    Pre-fail  Always       -       168793584
     3 Spin_Up_Time            0x0003   098   098   000    Pre-fail  Always       -       0
     4 Start_Stop_Count        0x0032   100   100   020    Old_age   Always       -       38
     5 Reallocated_Sector_Ct   0x0033   100   100   036    Pre-fail  Always       -       0
     7 Seek_Error_Rate         0x000f   100   253   030    Pre-fail  Always       -       1406
     9 Power_On_Hours          0x0032   100   100   000    Old_age   Always       -       6
    10 Spin_Retry_Count        0x0013   100   100   097    Pre-fail  Always       -       0
    12 Power_Cycle_Count       0x0032   100   100   020    Old_age   Always       -       33
   184 Unknown_Attribute       0x0032   100   100   099    Old_age   Always       -       0
   187 Reported_Uncorrect      0x0032   001   001   000    Old_age   Always       -       570
   188 Unknown_Attribute       0x0032   100   100   000    Old_age   Always       -       0
   189 High_Fly_Writes         0x003a   100   100   000    Old_age   Always       -       0
   190 Airflow_Temperature_Cel 0x0022   074   062   045    Old_age   Always       -       26 (Lifetime Min/Max 18/26)
   191 G-Sense_Error_Rate      0x0032   100   100   000    Old_age   Always       -       0
   192 Power-Off_Retract_Count 0x0032   100   100   000    Old_age   Always       -       17
   193 Load_Cycle_Count        0x0032   100   100   000    Old_age   Always       -       30
   194 Temperature_Celsius     0x0022   026   040   000    Old_age   Always       -       26 (0 18 0 0)
   195 Hardware_ECC_Recovered  0x001a   062   054   000    Old_age   Always       -       168793584
   197 Current_Pending_Sector  0x0012   100   100   000    Old_age   Always       -       6
   198 Offline_Uncorrectable   0x0010   100   100   000    Old_age   Offline      -       6
   199 UDMA_CRC_Error_Count    0x003e   200   200   000    Old_age   Always       -       0

Ich kann mit den Daten allerdings nichts anfangen :-/ Kann mich da
bitte jemand beraten? Danke.

Ein Aufruf mit -a bringt noch weitere Fehlermeldungen, und zwar
einige dieser Form:

   Error 538 occurred at disk power-on lifetime: 2 hours (0 days + 2 hours)
     When the command that caused the error occurred, the device was active or idle.

     After command completion occurred, registers were:
     ER ST SC SN CL CH DH
     -- -- -- -- -- -- --
     40 51 00 fc 79 5e 00  Error: UNC at LBA = 0x005e79fc = 6191612

     Commands leading to the command that caused the error were:
     CR FR SC SN CL CH DH DC   Powered_Up_Time  Command/Feature_Name
     -- -- -- -- -- -- -- --  ----------------  --------------------
     25 00 08 f8 79 5e 40 00      00:14:54.809  READ DMA EXT
     25 00 08 f8 79 5e 40 00      00:14:52.433  READ DMA EXT
     25 00 08 f8 79 5e 40 00      00:14:50.034  READ DMA EXT
     25 00 08 f8 79 5e 40 00      00:14:47.658  READ DMA EXT
     25 00 08 f8 79 5e 40 00      00:14:45.248  READ DMA EXT

Was mir daran auffällt ist der LBA 6191612. Er liegt in der Nähe der
Sektoren, die von badblocks als defekt erkannt wurden (der in syslog
dokumentierte Bereich reichte aber nur von 6160384 bis 6191608).

Sind das die defekten Sektoren? Und was heißt Error 538? Heißt das,
dass möglicherweise 538 defekte Sektoren vorhanden sind? Der älteste
Fehler, den smartctl -a meldet, ist Error 534, die Fehlermeldung sieht
ganz ähnlich aus wie obige, nur dass die Zeit natürlich ein bißchen
früher liegt.

TIA, Martin


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Christian Franke  
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 Weitere Optionen 15 Mai 2009, 23:09
Newsgroups: de.comp.hardware.laufwerke.festplatten
Von: Christian Franke <Christian.Fra...@t-online.de>
Datum: Fri, 15 May 2009 23:09:29 +0200
Lokal: Fr. 15 Mai 2009 23:09
Betreff: Re: Neue externe Festplatte Seagate FreeAgent Go mit bad blocks

Martin Klaiber wrote:
> ...
> Ich kann leider selbst nicht einschätzen, wie kritisch diese bad blocks
> sind. 147 von 312571224 sind ja verschwindend wenig und würden für sich
> genommen überhaupt nicht stören. Dass es eine 320-GB-Platte wurde ist
> mehr oder weniger Zufall. Eine 160-GB- oder 250-GB-Platte hätte es auch
> getan. Um das bißchen Platzverlust geht es also nicht. Wenn es aber ein
> Hinweis auf rasch fortschreitenden weiteren Verlust ist, dann wäre das
> natürlich ein KO-Kriterium. Das kann ich aber nicht einschätzen.

Schwer zu sagen. Neue Platten haben aber für gewöhnlich keinen (nicht
umgeleiteten) bad block.

>> Ein Build der aktuellen Version direkt aus dem CVS ist ein 5-Zeiler,
>> vorausgesetzt die Linux Distro bringt autoconf, automake, cvs und g++
>> mit: http://smartmontools.sourceforge.net/download.html#CVSInstall

> Ich habe der Einfachheit halber den 5.38-tarball genommen, ich hoffe
> das ist ok für Dich (beim Auschecken aus dem cvs vertüddle ich mich
> dauernd und habe gerade etwas wenig Zeit). Die Installation verlief
> problemlos. ...

5.38 ist reicht für SAT, nur die Protokolle für JMicron und Sunplus USB
Bridges erfordern die aktuelle Version.

Wie ist die USB ID (idVendor und idProduct) dieser USB-Platte? Unter
Linux zu ermitteln mit 'lsusb -v'.

> ... Hier die Werte der Platte:

>    root [~] smartctl -d sat,12 -A /dev/sda
>    smartctl version 5.38 [i686-pc-linux-gnu] Copyright (C) 2002-8 Bruce Allen
>    Home page is http://smartmontools.sourceforge.net/

>    === START OF READ SMART DATA SECTION ===
>    SMART Attributes Data Structure revision number: 10
>    Vendor Specific SMART Attributes with Thresholds:
>    ID# ATTRIBUTE_NAME          FLAG     VALUE WORST THRESH TYPE      UPDATED  WHEN_FAILED RAW_VALUE
>      1 Raw_Read_Error_Rate     0x000f   118   081   006    Pre-fail  Always       -       168793584
>      3 Spin_Up_Time            0x0003   098   098   000    Pre-fail  Always       -       0
>      4 Start_Stop_Count        0x0032   100   100   020    Old_age   Always       -       38
>      5 Reallocated_Sector_Ct   0x0033   100   100   036    Pre-fail  Always       -       0

Noch kein umgeleiteter Sektor.

> ...
>    197 Current_Pending_Sector  0x0012   100   100   000    Old_age   Always       -       6
>    198 Offline_Uncorrectable   0x0010   100   100   000    Old_age   Offline      -       6

6(?) Sektoren wurden als fehlerhaft erkannt und stehen zur Umleitung an.

Das sind durch vermutlich defekte Sektoren verursachte Lesefehler.
Ingesamt wurden 538 Fehler in das Log geschrieben. Das kann aber auch
538 mal ein Fehler beim Lesen desselben Sektors gewesen sein.

Leider ist in dem alten Fehlerlog nur Platz für 5 Einträge.

Ich würde mal einen vollständigen SMART Selbsttest (-t long) starten und
nach dessen Ende den Selbsttest Log auslesen (-l selftest). Dort wird
der erste gefundene bad block angezeigt.

Gruß
Christian


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Martin Klaiber  
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 Weitere Optionen 19 Mai 2009, 23:19
Newsgroups: de.comp.hardware.laufwerke.festplatten
Von: Martin Klaiber <usenet.marti...@gmx.de>
Datum: Tue, 19 May 2009 23:19:41 +0200
Lokal: Di 19 Mai 2009 23:19
Betreff: Re: Neue externe Festplatte Seagate FreeAgent Go mit bad blocks

Christian Franke <Christian.Fra...@t-online.de> wrote:
> Martin Klaiber wrote:
>> Um das bißchen Platzverlust geht es also nicht. Wenn es aber ein
>> Hinweis auf rasch fortschreitenden weiteren Verlust ist, dann wäre
>> das natürlich ein KO-Kriterium. Das kann ich aber nicht einschätzen.
> Schwer zu sagen. Neue Platten haben aber für gewöhnlich keinen (nicht
> umgeleiteten) bad block.

Ok, Danke.

> Wie ist die USB ID (idVendor und idProduct) dieser USB-Platte? Unter
> Linux zu ermitteln mit 'lsusb -v'.

   idVendor           0x0bc2 Seagate RSS LLC
   idProduct          0x2100

> Ich würde mal einen vollständigen SMART Selbsttest (-t long) starten und
> nach dessen Ende den Selbsttest Log auslesen (-l selftest). Dort wird
> der erste gefundene bad block angezeigt.

Die Option -l selftest wurde nicht angenommen:

   =======> INVALID ARGUMENT TO -t: selftest
   =======> VALID ARGUMENTS ARE: offline, short, long, conveyance, select,M-N, pending,N, afterselect,[on|off], scttempint,N[,p] <=======

Aber die Option -a brachte folgende neue Informationen:

   SMART Self-test log structure revision number 1
   Num  Test_Description    Status                  Remaining         LifeTime(hours)  LBA_of_first_error
   # 1  Extended offline    Completed: read failure       90%                7         6191612

Deine Vermutung war also wohl richtig, dass die 538 Fehlermeldungen in
erster Linie Lesefehler ein und desselben Sektors sind.

Was heißt denn "read failure"? Einfach nur, dass mindestens ein Sektor
nicht gelesen werden konnte?

Und was bedeutet das "Remaining 90%"? Dass noch 90% Ersatzsektoren
verfügbar sind, oder etwas in der Art?

Und dann kommt noch Folgendes im log, mit dem ich nichts anfangen kann:

   SMART Selective self-test log data structure revision number 1
    SPAN  MIN_LBA  MAX_LBA  CURRENT_TEST_STATUS
       1        0        0  Not_testing
       2        0        0  Not_testing
       3        0        0  Not_testing
       4        0        0  Not_testing
       5        0        0  Not_testing
   Selective self-test flags (0x0):
     After scanning selected spans, do NOT read-scan remainder of disk.
   If Selective self-test is pending on power-up, resume after 0 minute delay.

Danke für Deine Hilfe und sorry für die späte Antwort, ich hatte leider
viel um die Ohren,
Martin


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Martin Klaiber  
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 Weitere Optionen 19 Mai 2009, 23:36
Newsgroups: de.comp.hardware.laufwerke.festplatten
Von: Martin Klaiber <usenet.marti...@gmx.de>
Datum: Tue, 19 May 2009 23:36:59 +0200
Lokal: Di 19 Mai 2009 23:36
Betreff: Re: Neue externe Festplatte Seagate FreeAgent Go mit bad blocks

Martin Klaiber <usenet.marti...@gmx.de> wrote:
> Die Option -l selftest wurde nicht angenommen:
>   =======> INVALID ARGUMENT TO -t: selftest

                                  ^
Mmh, wer lesen kann, ist klar im Vorteil ;-)

Ok, also -l selftest klappt, bringt aber nur die Info, die ich schon
gepostet hatte.


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Christian Franke  
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 Weitere Optionen 20 Mai 2009, 21:57
Newsgroups: de.comp.hardware.laufwerke.festplatten
Von: Christian Franke <Christian.Fra...@t-online.de>
Datum: Wed, 20 May 2009 21:57:25 +0200
Lokal: Mi 20 Mai 2009 21:57
Betreff: Re: Neue externe Festplatte Seagate FreeAgent Go mit bad blocks

Martin Klaiber wrote:
> Christian Franke <...> wrote:
>> Wie ist die USB ID (idVendor und idProduct) dieser USB-Platte? Unter
>> Linux zu ermitteln mit 'lsusb -v'.

>    idVendor           0x0bc2 Seagate RSS LLC
>    idProduct          0x2100

Danke für die Info, ist jetzt eingetragen:
http://smartmontools.wiki.sourceforge.net/overview_USB-Support

Mit der aktuellen CVS Version von smartctl sollte diese Platte auch ohne
'-d sat' funktionieren.

> Aber die Option -a brachte folgende neue Informationen:

>    SMART Self-test log structure revision number 1
>    Num  Test_Description    Status                  Remaining         LifeTime(hours)  LBA_of_first_error
>    # 1  Extended offline    Completed: read failure       90%                7         6191612

> Deine Vermutung war also wohl richtig, dass die 538 Fehlermeldungen in
> erster Linie Lesefehler ein und desselben Sektors sind.

> Was heißt denn "read failure"? Einfach nur, dass mindestens ein Sektor
> nicht gelesen werden konnte?

Genau.

> Und was bedeutet das "Remaining 90%"? Dass noch 90% Ersatzsektoren
> verfügbar sind, oder etwas in der Art?

Als der Fehler aufgetreten ist, waren noch ~90% des Tests übrig.

> Und dann kommt noch Folgendes im log, mit dem ich nichts anfangen kann:

>    SMART Selective self-test log data structure revision number 1
>     SPAN  MIN_LBA  MAX_LBA  CURRENT_TEST_STATUS
>        1        0        0  Not_testing
>        2        0        0  Not_testing
>        3        0        0  Not_testing
>        4        0        0  Not_testing
>        5        0        0  Not_testing
>    Selective self-test flags (0x0):
>      After scanning selected spans, do NOT read-scan remainder of disk.
>    If Selective self-test is pending on power-up, resume after 0 minute delay.

Dies ist eigentlich kein Log, sondern zeigt die aktuellen LBA-Bereiche
der selektiven Selbsttests. Um z.B. bei deiner Platte zu testen, ob
wirklich nur dieser eine Sektor betroffen ist:

# smartctl -t select,6191613-max /dev/ice

Den Status sieht man in '-l selective', das Ergebnis steht in '-l
selftest' oder '-l xselftest'.

Auch nützlich, wenn ein '-t long' Test länger dauert als der PC
üblicherweise eingeschaltet ist. Alternativ kann man damit die Platte in
kleineren Abschnitten testen ('-t select,cont', geht auch automatisch
mit smartd).

Gruß
Christian


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