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Gesendet: Mittwoch, 10. Juni 2009 13:11
Betreff: Menschenversuche. Eine Anthologie 1750-2000
Info Karlheinz
Croissant
68782 Brühl den 10.06.2009
Menschenversuche. Eine Anthologie
1750-2000.
Hgg. v. Nicolas Pethes, Birgit Griesecke, Marcus Krause u. Katja
Sabisch.
Frankfurt/Main: Suhrkamp 2008, 779 pp.
Die Grausamkeit im Dienst der
Wissenschaft
Horrorvisionen: Ein Katalog der Menschenversuche
Was ist ein Menschenversuch?
Lässt sich eine solche Kontinuität in der Medizingeschichte nachweisen?
Das ist eine der Fragen, die dieser verdienstvolle Quellenband zu
beantworten versucht. Dazu muss zunächst einmal geklärt werden, was man
überhaupt unter einem Menschenversuch zu verstehen hat. Die
Herausgeber, eine Gruppe junger Kultur- und Wissenschaftshistoriker,
unterscheiden in Anlehnung an den Philosophen Hans Jonas Versuche für,
an und gegen Menschen. Hinter den sogenannten therapeutischen
Heilversuchen, von denen sich Beispiele in der Sektion Schneiden und
Heilen finden, steht die Annahme, dass diese Experimente (man denke an
die erste Herztransplantation) für den Kranken selbst von Nutzen sind.
Versuche an Menschen sind Forschungsexperimente (zum Beispiel Delgados
Versuche mit einem Hirnschrittmacher), die zu Erkenntnissen führen, die
später einmal für Menschen, die an einer ähnlichen Krankheit leiden,
therapeutisch von Nutzen sein könnten. Diese Unterscheidung findet sich
übrigens nicht erst seit der Deklaration von Helsinki (1964), wie die
Herausgeber behaupten. Sie ist bereits Bestandteil der Richtlinien für
neuartige Heilbehandlung und für die Vornahme wissenschaftlicher
Versuche am Menschen
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Notiz: unter der WWW Adresse
http://www.ardmediathek.de/ard/servlet/content/557366?clipId=958758
Findet sich eine Tonaufzeichnung die
den Innhalt des Buches auf eine sehr eindringliche Art und Weise
wiedergibt.
Diesen Kommentar kann man getrost der
Rubrik Hallo Wach zuordnen.
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Mit freundlichem Gruß
karlheinz croissant